Skulptur-Projekte
Bauboom in Sachen Kunst

Münster -

Plötzlich geht es Schlag auf Schlag. In diesen Wochen ploppen wie aus dem Nichts die Baustellen im Stadtgebiet auf. Die Gleichzeitigkeit sei Zufall, heißt es von den Skulptur-Projekten. Allerdings sind es ja auch nur noch drei Wochen bis zur Eröffnung. Bis dahin müssen drei Dutzend Projekte realisiert sein.

Samstag, 20.05.2017, 15:00 Uhr
Die Sichtschutz-Planen der Skulptur-Projekte flattern überall im Stadtgebiet – wie hier am Servatiiplatz.
Die Sichtschutz-Planen der Skulptur-Projekte flattern überall im Stadtgebiet – wie hier am Servatiiplatz. Foto: Gerhard H. Kock

Der spektakuläre Aufbau der Unterwasser-Brücke von Ayşe Erkmen am Hafen gab gleichsam den Startschuss. Das feinmaschige Laufgitter muss noch gelegt und die Sicherheit geprüft werden, bevor ab dem 10. Juni zur Eröffnung der Skulptur-Projekte die ersten Besucher von Kai zu Kai übers Wasser laufen dürfen.

In der Kreuzschanze wird derweil gebuddelt und ein Bassin gebaut. Nicole Eisenman versucht sich an einem klassischen Thema: dem Brunnen. Hier werden bald menschliche Bronze-Figuren aufgestellt, aus denen es lecken und fließen soll. Auf dem Servatiiplatz schirmen weiße Planen den Standort ab, wo Justin ­Matherly einen auf Metallgestellen aufgeständerten Fels aufstellen wird, den er in einem Hangar auf einem Bauernhof in Havixbeck geschaffen hat. Die Arbeit steht in unmittelbarer Nähe zur ersten Beton-Skulptur Münsters: „Unteilbares Deutschland“ von Anni Buschkötter. Das wird einen interessanten Vergleich ergeben.

"Möbel-Musik-Instrumente - mit Eislaufballett"

Auch am Ludgerikreisel flattern die Planen. Allerdings wird der Stein von Lara Favaretto wohl erst kurz vor knapp aus dem Steinbruch kommen. Dafür ist der „Behördenparkplatz“ am Aegidiimarkt gesperrt. Dort wird das Duo Peles Empire (Barbara Wolff und Katharina Stöver) ein Prinzipalmarktfassaden-Haus bauen.

Skulptur-Projekte 2017: „Der Steg“ wird aufgebaut

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  • Die ersten Container für die Installation „Der Steg“ von Ayşe Erkmen für die Skulptur-Projekte 2017 sind am Montag im Hafen angekommen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die ersten Container für die Installation „Der Steg“ von Ayşe Erkmen für die Skulptur-Projekte 2017 sind am Montag im Hafen angekommen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die ersten Container für die Installation „Der Steg“ von Ayşe Erkmen für die Skulptur-Projekte 2017 sind am Montag im Hafen angekommen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die ersten Container für die Installation „Der Steg“ von Ayşe Erkmen für die Skulptur-Projekte 2017 sind am Montag im Hafen angekommen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die ersten Container für die Installation „Der Steg“ von Ayşe Erkmen für die Skulptur-Projekte 2017 sind am Montag im Hafen angekommen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die ersten Container für die Installation „Der Steg“ von Ayşe Erkmen für die Skulptur-Projekte 2017 sind am Montag im Hafen angekommen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die ersten Container für die Installation „Der Steg“ von Ayşe Erkmen für die Skulptur-Projekte 2017 sind am Montag im Hafen angekommen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die ersten Container für die Installation „Der Steg“ von Ayşe Erkmen für die Skulptur-Projekte 2017 sind am Montag im Hafen angekommen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die ersten Container für die Installation „Der Steg“ von Ayşe Erkmen für die Skulptur-Projekte 2017 sind am Montag im Hafen angekommen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die ersten Container für die Installation „Der Steg“ von Ayşe Erkmen für die Skulptur-Projekte 2017 sind am Montag im Hafen angekommen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die ersten Container für die Installation „Der Steg“ von Ayşe Erkmen für die Skulptur-Projekte 2017 sind am Montag im Hafen angekommen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die ersten Container für die Installation „Der Steg“ von Ayşe Erkmen für die Skulptur-Projekte 2017 sind am Montag im Hafen angekommen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die ersten Container für die Installation „Der Steg“ von Ayşe Erkmen für die Skulptur-Projekte 2017 sind am Montag im Hafen angekommen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die ersten Container für die Installation „Der Steg“ von Ayşe Erkmen für die Skulptur-Projekte 2017 sind am Montag im Hafen angekommen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die ersten Container für die Installation „Der Steg“ von Ayşe Erkmen für die Skulptur-Projekte 2017 sind am Montag im Hafen angekommen.

    Foto: kal
  • Die ersten Container für die Installation „Der Steg“ von Ayşe Erkmen für die Skulptur-Projekte 2017 sind am Montag im Hafen angekommen.

    Foto: kal
  • Die ersten Container für die Installation „Der Steg“ von Ayşe Erkmen für die Skulptur-Projekte 2017 sind am Montag im Hafen angekommen.

    Foto: kal
  • Die ersten Container für die Installation „Der Steg“ von Ayşe Erkmen für die Skulptur-Projekte 2017 sind am Montag im Hafen angekommen.

    Foto: Oliver Werner

In der Akademie für Gestaltung der Handwerkskammer auf Haus Kump hat der Japaner Ei Arakawa mit seinem Partner Gela Pata­shuri in dieser Woche einen Design-Workshop für Handwerker, Gestalter und Designer durchgeführt: „Möbel-Musik-Instrumente – mit Eislaufballett“.

Berthold Sochas „Skulptur-Projekte“-Fotografien

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  • Foto: Gerhard H. Kock
  • Foto: Gerhard H. Kock
  • Foto: Gerhard H. Kock
  • Foto: Gerhard H. Kock
  • Foto: Gerhard H. Kock
  • Foto: Gerhard H. Kock
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  • Foto: Berthold Socha
  • Foto: Berthold Socha
  • Foto: Berthold Socha
  • Foto: Berthold Socha

Das Ballett bezieht sich auf die Oper „Der Prophet“ von Giacomo Meyerbeer, wo eine Szene auf einem zugefrorenen See in der Nähe von Münster spielt. Die Handlung der Oper ist angelehnt an die Wiedertäuferzeit in Münster um 1535. Für die Skulptur-Projekte errichtet Arakawa am Einlauf der Aa in den See gerade einen LED-Screen, der zusammen mit Musik Gemälde in der Landschaft erscheinen lassen wird.

Für die vier performativen Positionen haben in den vergangenen Monaten Workshops stattgefunden. Die waren allerdings ebenso nicht öffentlich, wie einige Projekte, bei denen die Künstler auf höchster Geheimhaltungsstufe arbeiten wollen – wie Hito Steyerl in der LBS zum Beispiel oder Pierre Huyghe in der Eissporthalle, wo kräftig gebaggert wird.

Ei Arakawa bei einem Workshop der Akademie für Gestaltung

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  • Arbeiten der Teilnehmer aus dem Workshop „white_space“ bei Thorsten Stapel

    Foto: Ellen Bultmann
  • Arbeiten der Teilnehmer aus dem Workshop „white_space“ bei Thorsten Stapel

    Foto: Ellen Bultmann
  • Arbeiten der Teilnehmer aus dem Workshop „white_space“ bei Thorsten Stapel

    Foto: Ellen Bultmann
  • Arbeiten der Teilnehmer aus dem Workshop „white_space“ bei Thorsten Stapel

    Foto: Ellen Bultmann
  • Arbeiten der Teilnehmer aus dem Workshop „white_space“ bei Thorsten Stapel

    Foto: Ellen Bultmann
  • Arbeiten der Teilnehmer aus dem Workshop „white_space“ bei Thorsten Stapel

    Foto: Ellen Bultmann
  • Arbeiten der Teilnehmer aus dem Workshop „white_space“ bei Thorsten Stapel

    Foto: Ellen Bultmann
  • Workshop „Additive Konstruktion“ bei Jan Eisermann

    Foto: Ellen Bultmann
  • Workshop „Additive Konstruktion“ bei Jan Eisermann

    Foto: Ellen Bultmann
  • Workshop „Additive Konstruktion“ bei Jan Eisermann

    Foto: Ellen Bultmann
  • Workshop „Additive Konstruktion“ bei Jan Eisermann

    Foto: Ellen Bultmann
  • Workshop „Additive Konstruktion“ bei Jan Eisermann

    Foto: Ellen Bultmann
  • Arbeiten der Teilnehmer aus dem Workshop „white_space“ bei Thorsten Stapel

    Foto: Ellen Bultmann
  • Arbeiten der Teilnehmer aus dem Workshop „white_space“ bei Thorsten Stapel

    Foto: Ellen Bultmann
  • Workshop „Additive Konstruktion“ bei Jan Eisermann

    Foto: Ellen Bultmann
  • Workshop „Additive Konstruktion“ bei Jan Eisermann

    Foto: Ellen Bultmann
  • Workshop „Additive Konstruktion“ bei Jan Eisermann

    Foto: Ellen Bultmann
  • Workshop „Möbel-Musik-Instrumente – mit Eislaufballett“ bei Ei Arakawa

    Foto: Ellen Bultmann
  • Workshop „Möbel-Musik-Instrumente – mit Eislaufballett“ bei Ei Arakawa

    Foto: Ellen Bultmann
  • Workshop „Möbel-Musik-Instrumente – mit Eislaufballett“ bei Ei Arakawa

    Foto: Ellen Bultmann
  • Workshop „Möbel-Musik-Instrumente – mit Eislaufballett“ bei Ei Arakawa

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  • Workshop „Möbel-Musik-Instrumente – mit Eislaufballett“ bei Ei Arakawa

    Foto: Ellen Bultmann
  • Workshop „Möbel-Musik-Instrumente – mit Eislaufballett“ bei Ei Arakawa

    Foto: Ellen Bultmann
  • Workshop „Möbel-Musik-Instrumente – mit Eislaufballett“ bei Ei Arakawa

    Foto: Ellen Bultmann
  • Workshop „Möbel-Musik-Instrumente – mit Eislaufballett“ bei Ei Arakawa

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  • Arbeiten der Teilnehmer aus dem Workshop „white_space“ bei Thorsten Stapel

    Foto: Ellen Bultmann
  • Workshop „Möbel-Musik-Instrumente – mit Eislaufballett“ bei Ei Arakawa

    Foto: Ellen Bultmann
  • Arbeiten der Teilnehmer aus dem Workshop „white_space“ bei Thorsten Stapel

    Foto: Ellen Bultmann
  • Arbeiten der Teilnehmer aus dem Workshop „white_space“ bei Thorsten Stapel

    Foto: Ellen Bultmann
  • Arbeiten der Teilnehmer aus dem Workshop „white_space“ bei Thorsten Stapel

    Foto: Ellen Bultmann
  • Ei Arakawa (l.) mit seinem künstlerischen Partner Gela Patashuri

    Foto: Ellen Bultmann
  • Auf der Wiese bei Haus Kump entsteht das Skulptur-Projekt von Arakawa. Der Rahmen für den LED-Screen steht bereits.

    Foto: Ellen Bultmann

Auch alte Skulptur-Projekte mausern sich. So ist der Study garden von Siah Ar­majani hinter dem Geologischen Museum inzwischen ein sinnliches Kleinbiotop geworden.

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