Stadt plant einheitliche Gestaltung
Kein Kreisel ohne Zebrastreifen

Münster -

Einige Kreisverkehre in Münster haben Zebrastreifen, andere nicht. Ordnungsamt und Tiefbauamt möchten ein Programm auflegen, um die Kreisverkehre zu vereinheitlichen. 

Mittwoch, 31.05.2017, 13:00 Uhr aktualisiert: 31.05.2017, 16:09 Uhr
Der Kreisverkehr am Egbert-Snoek-Weg verfügt derzeit noch nicht über Zebrastreifen. Das soll sich ändern.
Der Kreisverkehr am Egbert-Snoek-Weg verfügt derzeit noch nicht über Zebrastreifen. Das soll sich ändern. Foto: Matthias Ahlke

Kreisverkehr gleich Kreisverkehr? Wer so denkt, der irrt gewaltig. Das städtische Ordnungsamt möchte gemeinsam mit dem Tiefbauamt für die kommenden beiden Jahre ein Programm auflegen, um die Kreisverkehre in Münster zu harmonisieren und damit auch zur Verkehrssicherheit beizutragen.

Da es auch um die Freigabe von Finanzmitteln geht – in einem Ratspapier ist von 286.000 Euro die Rede –, muss die Politik entscheiden. Als federführendes Gremium berät der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am 12. Juli.

Vorfahrt des Fußgängers beachten

Konkret geht es um die Frage, ob dort, wo die Straßen in einen Kreisverkehr einmünden, auch ein Zebrastreifen vorhanden sein soll. Derzeit gibt es in Münster Kreisverkehre mit und ohne Zebrastreifen. Das soll sich ändern, „um eine eindeutige und allgemeinverständliche Regelung des Vorranges der Fußgänger“ zu erzielen, wie es in dem Beschlusspapier heißt.

Kaum einem Münsteraner ist nämlich folgendes Detail bekannt: Wenn ein Fußgänger eine Straße in Höhe eines Kreisverkehrs überquert, dann hat ein in den Kreisverkehr einfahrendes Auto gegenüber dem Fußgänger Vorfahrt, ein ausfahrendes Auto aber nicht, denn im letzteren Fall wird die Ausfahrt wie ein Abbiegevorgang bewertet. Und beim Abbiegen muss man als Autofahrer immer die Vorfahrt eines Fußgängers beachten.

Investitionen auf zwei Jahre strecken

Um jetzt einheitlich die Vorfahrt des Fußgängers sicherzustellen, sollen einheitlich Zebrastreifen angebracht werden.

Darüber hinaus hält es die Stadtverwaltung für erforderlich, die Kreisverkehre konsequent zu beleuchten. Dies macht an acht Stellen im Stadtgebiet (Gremmendorf, Gievenbeck Albachten, Amelsbüren und Handorf) entsprechende Investitionen erforderlich.

Wegen der hohen Kosten will das Tiefbauamt die für die Verkehrssicherheit erforderlichen Investitionen auf zwei Jahre strecken. Da die Mittel für das Jahr 2018 zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht sicher sind, kann sich der Baubeginn noch verzögern.

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