Rekord
Starkregen geht ein in Müllstatistik

Münster -

Wenn es um den gewaltigen Regen am 28. Juli 2014 geht, dann sprechen viele von einem Jahrhundert-, gar von einem Jahrtausendereignis. Was die Müllberge betrifft, die sich in den Tagen nach dem Regen an den Straßen türmten, so kann man jetzt zumindest von einem „Jahrzehntereignis“ sprechen.

Freitag, 09.06.2017, 15:00 Uhr aktualisiert: 09.06.2017, 15:23 Uhr
Nach dem Starkregen vom 28. Juli 2014 türmten sich an vielen Orten in der Stadt die Müllberge.  
Nach dem Starkregen vom 28. Juli 2014 türmten sich an vielen Orten in der Stadt die Müllberge.   Foto: Karin Völker

Der Grund: Wie aus der aktuellen Müllbilanz der Abfallwirtschaftsbetriebe hervorgeht, wurden in der Zeit zwischen 2006 und 2016 jeweils zwischen 160 und 180 Kilogramm Restmüll je Kopf und Jahr gemessen. 2007 war das schlechteste Jahr mit 180 Kilogramm, 2013 das beste mit 159. Nur das Jahr 2014 ragt mit 195 Kilogramm einsam heraus.

Diese Zahlen lassen folgende – zugebenermaßen etwas gewagte – Rechnung zu. Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre haben die Münsteraner pro Jahr und Einwohner 169,5 Kilogramm Restmüll produziert. Die 25,5 Kilogramm mehr im Jahr 2014 kann mal also – rein rechnerisch – der verheerenden Wirkung des Regens zuschreiben.

2014 lag die Einwohnerzahl in Münster nahezu exakt bei 300.000. Multipliziert man diese Zahl mit den 25,5 Kilogramm, so kommt man zu folgendem Ergebnis: Der Starkregen am 28. Juli 2014 hat Möbel, Haushaltsgegenstände, Bücher, Textilien und vieles mehr mit einem Gesamtgewicht von 6750 Tonnen zu Müll gemacht.

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