Kleine Bahnhofstraße
CDU: „Angsträume darf es nicht geben“

Münster -

In Münster darf es keine Angsträume geben. Das hat die CDU klargestellt, nachdem unsere Zeitung über die Ängste der Anlieger in der kleinen Bahnhofstraße berichtet hat.

Donnerstag, 08.06.2017, 20:00 Uhr aktualisiert: 08.06.2017, 20:31 Uhr
In der kleinen Bahnhofstraße fühlen sich Menschen durch zwielichtige Gestalten und Drogenhandel geängstigt.. Im Hintergrund das Grundstück der früheren Westfalen-Tankstelle.
In der kleinen Bahnhofstraße fühlen sich Menschen durch zwielichtige Gestalten und Drogenhandel geängstigt. Im Hintergrund das Grundstück der früheren Westfalen-Tankstelle. Foto: Oliver Werner

CDU-Ratsherr Richard Halberstadt hat am Donnerstag angekündigt, bis Juli eine Informationsveranstaltung für die Anlieger der kleinen Bahnhofstraße zu organisieren. Daran sollen auch Vertreter von Polizei und Ordnungsamt teilnehmen. „Wir wollen Lösungen auf den Weg bringen“, so Halberstadt. Es sei ein Gesamtkonzept aus polizeilichen und sozialen Maßnahmen erforderlich.

Anlieger bekommen Antwort auf ihren Brandbrief

Wie berichtet, hatten sich Anlieger Mitte Mai in einem Brandbrief unter anderem an den Polizeipräsidenten und den Oberbürgermeister gewandt. Vor ihren Haustüren würden Drogen gehandelt, Passanten angepöbelt, Menschen belästigt. Die Situation sei so schlimm wie nie zuvor.

Polizeipräsident Hajo Kuhlisch antwortete zwei Tage später. Ein Sprecher der Verwaltung bestätigte am Donnerstag den Eingang des Schreibens. „Das Ordnungsamt und die Polizei haben die Problematik bereits besprochen“, ein Antwortschreiben werde in Kürze rausgehen.

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„Polizei, Sozialeinrichtungen und der vom Oberbürgermeister eingerichtete runde Tisch müssen Lösungen finden“, betont Ratsherr Stefan Leschniok in einer Pressemitteilung der CDU-Ratsfraktion. Angsträume dürfe es in Münster nirgendwo geben. Die Polizei sei kürzlich mit Erfolg gegen nordafrikanische Kriminelle vorgegangen. „So sollte es auch in der kleinen Bahnhofstraße geschehen.“

Sexuelle Belästigungen, Lärm, Pöbeleien

Dem Schreiben der Anlieger an Oberbürgermeister und Polizeipräsident waren auch Fotos beigefügt. Sie zeigen unter anderem, dass sich auf dem Bürgersteig zeitweilig Polstersitzgelegenheiten befanden. Diese seien erst nach einer Beschwerde der Anlieger beseitigt worden.

Auch von sexuellen Belästigungen, Lärmbelästigung durch „Ghettoblaster“ und Pöbeleien gegenüber Reisenden, die vom Bahnhof zu den Fernbussen laufen, ist die Rede. Zusammenfassend beschreiben die Anlieger die Situation als „nicht länger hinnehmbar“.

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