„Markt der Möglichkeiten“ demonstrierte nachhaltiges Verhalten
Handy ohne Steckdose aufladen

Münster -

Wenn Dr. Peter Deininger sein Handy aufladen will, dann braucht er keine Steckdose. Er zückt einfach sein Photovoltaik-Modul, und dann übernimmt das Sonnenlicht den Rest. Beim „Markt der Möglichkeiten“ rund um den Servatiiplatz demonstrierte er am Samstag, wie es geht.

Montag, 12.06.2017, 11:00 Uhr
Peter Deininger von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie zeigte ein Photovoltaik-Modul, mit dem sich das Handy per Sonnenlicht aufladen lässt.
Peter Deininger von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie zeigte ein Photovoltaik-Modul, mit dem sich das Handy per Sonnenlicht aufladen lässt. Foto: sn

Ideen, wie jeder auf umweltfreundliches und nachhaltiges Verhalten achten kann, gab es, soweit das Auge reichte. Viel Enthusiasmus und jede Menge Informationen lockten insgesamt 3000 Besucher an.

Der Verein „Münster nachhaltig“

Was ist Nachhaltigkeit? „Unsere Lebensgrundlage auch für nachfolgende Generationen zu erhalten“, erklärte Kerstin Ramsauer vom Verein „Münster nachhaltig“, der den „Markt der Möglichkeiten“ veranstaltete: „Wir wollen dieses Thema in der Stadtgesellschaft verankern.“ Etwa 60 Gruppen, Initiativen und Vereine machten mit.

Showkochen, Modenschau und „Schnippeldisko“

Im Mittelpunkt stand das Bühnenprogramm. Da gab es etwa Showkochen mit der „Veggie-Initiative“, natürlich fleischlos. Die „Fair-Trade-Town-Steuerungsgruppe“ veranstaltete eine Modenschau, bei der Models ökologische, faire und „upgecycelte“, also wiederverwertete Kleidung präsentierten. Besonders umjubelt waren dabei städtische AWM-Mitarbeiter, die zeigten, dass auch Berufskleidung umweltschonend sein kann. Abends ging es dann wieder um die Ernährung: Bei der „Schnippeldisko“ wurden nicht mehr „marktfähige“ Nahrungsmittel zu einem leckeren Essen zubereitet.

„Nachhaltigkeit“ kann sich aber auch auf das menschliche Zusammenleben beziehen.

So fand etwa „transkulturelles Coaching“ reges Interesse, bei dem Angehörige verschiedener Kulturen sich gegenseitig verstehen lernen.

„Gute Ideen sollen weitergegeben werden“, meinte Ramsauer. Die „Nachhaltigkeitstage“, im Rahmen dessen der „Markt der Möglichkeiten“ stattfand, seien dazu gut geeignet.

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