Kündigungen trotz weitere Gespräche
Letzte Chance für Haus Münsterland

Münster-Handorf -

Die Mitarbeiter von Haus Münsterland haben die Kündigung erhalten. Doch die Zukunft der für Handorf unverzichtbaren Gaststätte ist damit noch nicht entschieden.

Montag, 12.06.2017, 19:10 Uhr aktualisiert: 12.06.2017, 20:58 Uhr
Im Juni wird sich entscheiden, ob Haus Münsterland eine Zukunft hat.
Im Juni wird sich entscheiden, ob Haus Münsterland eine Zukunft hat. Foto: spe

Die Entwicklung um das von Schließung bedrohte Haus Münsterland spitzt sich zu. Drei Monate nachdem die Trägergesellschaft Insolvenz anmelden musste, haben die Mitarbeiter nun ihre Kündigung zum Ende des Monats erhalten. „Eine Vorsichtsmaßnahme“, wie es beim Insolvenzverwalter heißt – denn vor wenigen Tagen erst habe sich ein potenzieller Betreiber gemeldet, mit dem derzeit „interessante Ge­spräche“ geführt würden.

Das Konzept des Interessenten habe eine Chance, wenn die Rahmenbedingungen stimmen, heißt es. Unter anderem müsse noch mit dem Grundstückeigentümer – der katholischen Kirchengemeinde – Einvernehmen erzielt werden.

Sollten diese Gespräche scheitern, wäre allerdings ein Ende abzusehen: Der Sommer sei eine traditionell umsatzschwache Zeit, während das zufriedenstellende Frühlingsgeschäft bislang eine Fortführung des Betriebs in den Monaten Mai und Juni ermöglicht habe. Eine Entscheidung wird voraussichtlich im Juni fallen.

Haus Münsterland, das ehemalige Soldatenheim an der Lützow-Kaserne, war 2010 als Restaurant und Veranstaltungssaal eröffnet worden. Der integrative Betrieb hatte eine öffentliche Anschubfinanzierung erhalten. Sein Fortbestand ist für das gesellschaftliche Leben im Ort von größter Bedeutung – auch angesichts mehrerer Schließungen in Handorfs Gastronomie.

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