Fr., 23.06.2017

Ausstellung über Betten im Mühlenhof „Alles außer Schlafen“

Viele Exponate sind im Museum zu sehen.

Viele Exponate sind im Museum zu sehen. Foto: Nabila Lalee

Münster - 

Wir beginnen und beenden unseren Tag dort. Wir teilen es mit unserem Partner oder auch mit Bettwanzen. Wir nutzen unser Bett zum Schlafen – und wozu noch? Genau dieser Frage widmet sich die Wanderausstellung des Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) „Alles außer Schlafen”, die im Freilichtmuseum Mühlenhof zu besichtigen ist.

„Rund ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch im Bett”, erklärt Ausstellungsmacherin Marion Kaiser die Bedeutung des Alltagsgegenstandes. Zum Sonntagsfrühstück, zum Lesen oder Arbeiten. Was rund ums Bett noch alles passiert, zeigt die Ausstellung auf zwei Etagen, aufgeteilt in viele verschiedene Kapitel. Mal ernst, mal humorvoll. Vom Medienkonsum damals und heute bis hin zur Bedeutung des Bettes für Arbeit und Politik. Ergänzt wird jedes Thema mit Objekten, Texten oder Tonquellen.

Den Rahmen der Ausstellung bilden das heimische Bett und die Zeit vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Denn nicht nur das Aussehen unserer Betten hat sich verändert, auch seine Funktion. Früher war das Bett noch der Ort unserer Geburt, bis heute wird hier häufig noch gestorben. Und eine Waschschüssel in der Exponatensammlung zeigt: Lange Zeit war es üblich, sich neben seinem Bett zu waschen. Und nicht immer ist der Aufenthalt im Bett freiwillig. Mit alten Bildern und medizinischen Instrumenten zeigt die Ausstellung, auf welche Weise Krankheiten im Bett bis heute kuriert werden.

Die Wanderausstellung geht durch insgesamt acht westfälische Museen, der Mühlenhof macht den Auftakt. „Wir freuen uns, unsere Ausstellung hier in Münster beginnen zu können”, so Georg Berding, Vereinsvorsitzender des Museumsträgers „De Bockwindmüel“. Laut Elke Berner, wissenschaftliche Mitarbeiterin, sei das Museum genau der passende Ort. „Schließlich beschäftigen wir uns im Mühlenhof allgemein mit Alltagsgeschichte“. Die Ausstellung ist ab Sonntag (25. Juni) am Theo-Breider-Weg 1 zu besichtigen.



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