Münsterländer investiert in Münster
Paul Söbbeke: „Ich habe viel dazugelernt“

Münster -

Paul Söbbeke hat als Bauherr das Projekt Hafenkäserei vorangetrieben. Wie es ihm dabei ergangen ist, erzählt er unserer Zeitung.

Samstag, 24.06.2017, 15:00 Uhr
Paul Söbbeke
Paul Söbbeke Foto: Oliver Werner

„Wir stehen mit allen Beteiligten im Gespräch und arbeiten an einer Regelung, die allen dient.“ Wenn es um den Streit um die inzwischen wieder entfernte Wandmalerei an der Hafenkäserei Söbbeke geht, beherrscht Bauherr Paul Söbbeke die diplomatische Sprache perfekt.

Ein Blick in die Hafenkäserei

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  • Ann-Paulin Söbbeke baut im münsterischen Mittelhafen die Hafenkäserei auf.

    Foto: Günter Benning
  • Ann-Paulin Söbbeke mit ihrem eigenen Käse.

    Foto: Günter Benning
  • Ann-Paulin Söbbecke baut im Hafen ihre Schaukäserei auf. Foto: Günter Benning
  • Ann-Paulin Söbbeke baut im münsterischen Mittelhafen die Hafenkäserei auf.

    Foto: Günter Benning
  • Ann-Paulin Söbbecke baut im Hafen ihre Schaukäserei auf. Foto: Günter Benning
  • Ann-Paulin Söbbeke baut im münsterischen Mittelhafen die Hafenkäserei auf.

    Foto: Günter Benning
  • Ann-Paulin Söbbeke baut im münsterischen Mittelhafen die Hafenkäserei auf.

    Foto: Günter Benning
  • Blick in die Produktionshalle.

    Foto: Günter Benning
  • Ann-Paulin Söbbeke baut im münsterischen Mittelhafen die Hafenkäserei auf.

    Foto: Günter Benning
  • Blick aus dem Fenster in den Hafen.

    Foto: Günter Benning
  • Hier wird die Milch deponiert.

    Foto: Günter Benning
  • Ann-Paulin Söbbeke baut im münsterischen Mittelhafen die Hafenkäserei auf.

    Foto: Günter Benning
  • Ann-Paulin Söbbeke baut im münsterischen Mittelhafen die Hafenkäserei auf.

    Foto: Günter Benning
  • Blick in die Produktionshalle.

    Foto: Günter Benning
  • Hier entsteht der Besucherbereich.

    Foto: Günter Benning
  • Das Käselager, in dem der Käse monatelang reift.

    Foto: Günter Benning
  • Blick in die Produktionshalle.

    Foto: Günter Benning
  • Blick aus dem Fenster in den Hafen.

    Foto: Günter Benning
  • Ann-Paulin Söbbeke baut im münsterischen Mittelhafen die Hafenkäserei auf.

    Foto: Günter Benning

"Es ist alles komplizierter"

Nein, die einstweilige Verfügung, der sich seine Tochter Ann-Paulin Söbbeke und er beugen mussten, ärgert ihn nicht mehr. Sie steht eher am Ende eines Prozesses, den man am besten mit dem Wort „Ernüchterung“ beschreiben kann.

„Es ist alles komplizierter hier, als ich es aus 40 Jahren Berufsleben kenne“, meint der münsterländische Unternehmer. Stünde der Gründer und Miteigentümer der Biomolkerei Söbbeke in Gronau-Epe heute noch einmal vor der Entscheidung, in Münster eine Schaukäserei zu bauen, „ich würde es noch einmal machen, aber ich würde es anders machen“. Nicht, dass die Entscheider der Stadt Münster unhöflich zu ihm waren. Das nicht. Aber: „Es geht alles langsam und umständlich.“

Als Neuling den Wettbewerbs-Wunsch erfüllt

Rückblick 2012: In Münster wird bekannt, dass Paul Söbbeke am Stadthafen in Münster ein Grundstück kaufen und eine Käserei bauen möchte. „Münster ist für uns Münsterlander die Regionalhauptstadt, für meine Tochter und mich geht mit der Schaukäserei ein Lebenstraum in Erfüllung“, hatte das Millionen-Projekt im Hause Söbbeke auch eine emotionale Komponente.

Dann kam der Tag, als die Stadt Münster den Gronauer bedrängte, einen Architektenwettbewerb zu machen. Der Neuling Söbbeke dachte sich, dass Wettbewerbe in Münster wohl üblich seien und entsprach dem Wunsch – wohlwissend, dass das erforderliche Geld von ihm kommen musste.

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Irritation über geläufige Direktvergabe

So weit, so gut: Inzwischen aber hat Paul Söbbeke erfahren, dass um ihn herum sehr viele Gebäude am Hafen per Direktvergabe und ohne Wettbewerb entstanden sind. Das irritiert auch den Architekten Stefan Schopmeyer, der diesen Wettbewerb betreute. Die Bauherrn weitaus größerer Gebäude hätten sich auf dieses Verfahren nicht eingelassen. Da könne man schon mal ins Grübeln kommen.

Lange mussten Paul und Ann-Paulin Söbbeke auch warten, bis sie ihren fertiggestellten Betrieb nicht nur als Käserei, sondern auch als Schaukäserei nutzen konnten. Das Hickhack um das benachbarte und inzwischen verlagerte Gefahrgutlager Lehnkering samt der damit verbundenen Restriktionen machte ihnen einen Strick daraus. Lange mussten sie auch warten, bis sich das Thema Bombenentschärfung im Hafen erledigt hatte.

Wie ist es, wenn ein Münsterländer in Münster investiert? „Ich habe viel dazugelernt“, fasst Söbbeke – ganz diplomatisch – seine Erfahrungen zusammen.

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