Hier müssen alle gut aufpassen
Ludgerikreisel besonders unfallträchtig

Münster -

Besonders unfallträchtig und für Radfahrer leider auch immer wieder lebensgefährlich ist Münsters sehr hoch frequentierter Ludgerikreisel. 38.000 Autos und 12.000 Radler kommen sich dort täglich mehr oder weniger in die Quere.

Sonntag, 25.06.2017, 12:00 Uhr aktualisiert: 25.06.2017, 12:41 Uhr
Rund 50 000 Autos und Radler begegnen sich täglich im Ludgerikreisel.
Rund 50 000 Autos und Radler begegnen sich täglich im Ludgerikreisel. Foto: hpe

Um den Radverkehr sicherer zu machen, hat die Stadt seit 2008 einige bauliche Ergänzungen vorgenommen:

  • Es gibt spezielle Schutzstreifen für ein frühzeitiges Einfädeln in die Kreisfahrbahn. Autos und Radler werden gemeinsam in den Kreisel geleitet.
  • Neben den Schutzstreifen gibt es sogenannte Holperflächen, die Radfahrer auf den „Toten Winkel“ hinweisen sollen. Wer mit der Leeze über die quer zur Fahrtrichtung angeordneten Schwellen fährt, ist im möglichen Gefährdungsbereich besonders von Lastwagen die den Kreisverkehr verlassen wollen.
  • Zusätzlich gibt es Schilder, die unter dem Motto „Sicher bin ich nur dahinter“ auf das Problem der eingeschränkten Sichtweisen von Lkw-Fahrern hinweisen.
  • An allen Einmündungen stehen Stoppschilder, und die verpflichten Autos wie Radler, dort auch anzuhalten. Laut Stadt ein „gravierender Sicherheitsgewinn für die Radfahrer“.

In der Praxis allerdings braucht man nicht lange als Beobachter am Kreisel zu stehen, um Gruseliges zu entdecken. Radler schlängeln sich zwischen stehenden und anrollenden Autos durch, Fahrzeuge schwenken ohne Blinkzeichen von innen auf die äußere Kreisfahrbahn. Fußgänger, die schon auf dem Zebrastreifen sind, müssen stehen bleiben, weil Radler oder Autos noch fix über den Überweg düsen.

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