Kreisverkehre in Münster
ADFC will eine einheitliche Regelung

Münster -

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) fordert die sofortige Abschaffung der unterschiedlichen Vorfahrtsregelungen in Münsters Kreisverkehren.

Sonntag, 25.06.2017, 12:00 Uhr
Recht optimal ist die Situation für Radler an diesem Kreisverkehr der Wolbecker Umgehungsstraße. Die Leezen müssen sich nicht durch den Ring quälen, sondern haben eine abgesetzte Spur mit Brückenüberführung.
Recht optimal ist die Situation für Radler an diesem Kreisverkehr der Wolbecker Umgehungsstraße. Die Leezen müssen sich nicht durch den Ring quälen, sondern haben eine abgesetzte Spur mit Brückenüberführung. Foto: Helmut P. Etzkorn

„Um die ständige Verunsicherung und Gefährdung von Radlern und Autofahrern zu beenden und die Theorie der bewährten Praxis anzupassen, sollten die Radfahrer grundsätzlich vorfahrtberechtigt sein. Inner­orts sind sie es, und außerorts müssen sie es auch sein“, so ADFC-Sprecher Peter Wolter. Er bezieht sich dabei auf einen Kernsatz des ehemaligen Verkehrspolizeichefs Udo Weiss, der sich für „Normenklarheit und Normenwahrheit im Verkehr“ eingesetzt hatte.

„Gegen diese Grundsätze wird in Münster leider verstoßen. Wenn auch die Unfalllage nicht dramatisch ist, so ist allein die ständige Irritation der Verkehrsteilnehmer ein gewichtiger Grund, diesen Zustand zu beenden“, so Wolter. Das Argument, außerhalb der Ortschaften werde schneller gefahren und deshalb müsse der Radler dort besser auf seine Vorfahrt verzichten, zieht nach Ansicht des ADFC nicht. „Ein Kreisverkehr lässt grundsätzlich keine erhöhte Geschwindigkeit zu.“

In der Praxis halten laut ADFC außerorts ohnehin 90 Prozent der Autofahrer, wenn sie einen Radler heranfahren sehen. Und die Leezenfahrer bedanken sich in der Regel mit einem freundlichen Handzeichen und queren dann ungefährdet den Fahrstreifen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4953002?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker