Abitur Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium 2017
„Zeugnis von geistiger Reife“

Münster -

Das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium hat jetzt 155 Schüler weniger, zumindest bis zum Start des neuen Schuljahres. Die Abiturienten wurden am Samstag feierlich verabschiedet.

Sonntag, 25.06.2017, 18:30 Uhr aktualisiert: 25.06.2017, 18:33 Uhr
Schulleiterin Anette Kettelhoit überreichte den Abiturienten ihre Abschlusszeugnisse. Damit endet für 155 junge Erwachsene das Leben als Schüler am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium.
Schulleiterin Anette Kettelhoit überreichte den Abiturienten ihre Abschlusszeugnisse. Damit endet für 155 junge Erwachsene das Leben als Schüler am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium. Foto: klm

Einen großen Jahrgang verabschiedete am Samstag das Annette-Gymnasium mit der Übergabe der Abitur-Zeugnisse: 155 Schülerinnen und Schüler haben die Allgemeine Hochschulreife erreicht. Bei der Entlassfeier in der Aula kam es zu bewegenden Momenten: Als die Stufensprecher an die gemeinsamen Jahre erinnerten, flossen Tränen.

Mitschüler, Lehrer und Eltern waren augenscheinlich gerührt davon, dass einer der Sprecher bei der Rückschau inne hielt und um seine Worte rang. Sie applaudierten nach der Rede wohl auch für seine offen gezeigten Gefühle. „Unsere Stufe hat sich in den Jahren zu einer großen Gemeinschaft entwickelt, die auch als Gemeinschaft auftritt“, sagte David-Maurice Ventker und erinnerte an gemeinsame Feiern der Stufe in der Zeit vor dem Abi. „Das Annette ist nicht nur eine Schule, sondern eine große Familie“, befand er.

Mathilde Winterkemper als weitere Sprecherin erinnerte an witzige Momente: „All die Kämpfe mit Besenstielen und nassen Schwämmen.“ Die Unterstufe habe damit begonnen, dass sie noch „an die Hand genommen“ und auf sie „aufgepasst“ worden sei. Dann sei die Verantwortung gewachsen. „Wir haben in dieser Zeit in dieser Schule zusammen gesteckt und ich hätte es nicht anders gewollt. Wir haben sehr viel gelernt.“

Schulleiterin Anette Kettelhoit bezeichnete das Abitur als „deutlich mehr als nur eine Eintrittskarte für Studium oder Beruf“. Es sei „ein Zeugnis von geistiger Reife und Reflexionsvermögen“.

Zu jeder Abi-Zeugnisfeier am „Annette“ wird die „Gold-Abiturientia“ eingeladen: jene Ehemaligen, die vor 50 Jahren ihren Abschluss machten. Für sie hielt Eva Höring genau die Rede, die sie auch vor 50 Jahren für ihre Stufe gehalten habe, wie sie erklärte. Es stellte sich heraus, dass die sich inhaltlich gar nicht viel von den Beiträgen in diesem Jahr unterschied.

Für die Elternschaft riet Stephan Hinzen den Abiturienten, herauszufinden, „woran ihr Spaß und Freude habt. Jeder, der etwas gerne macht, der macht es automatisch gut.“

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