Recherchetag bei Aschendorff
Skulptur-Projekte aus der Sicht von Schülern

Münster -

Einmal wie echte Reporter unterwegs sein: Mit Kamera, Stativ, Mikrofon und einem Snapchat-Handy ausgestattet ging es für 18 Nachwuchsredakteure der Schülerzeitung „woRTGefecht“ aus Schwerte in die Innenstadt von Münster. Der Anlass: ein Recherchetag rund um die Skulptur-Projekte.

Montag, 26.06.2017, 16:47 Uhr aktualisiert: 26.06.2017, 19:36 Uhr
Recherchetag bei Aschendorff : Skulptur-Projekte aus der Sicht von Schülern
Erinnerungsfoto vom Münster-Besuch der Schülerzeitung „woRTGefecht“ aus Schwerte auf dem Steg im Hafen. Foto: Sarah Kuhlmann

Beim Schülerzeitungswettbewerb der Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung hatte die Schülerzeitungs-AG des Städtischen Ruhrtal-Gymnasiums den zweiten Platz unter den weiterführenden Schulen belegt. Der Gewinn: Kein Preis, den es zu kaufen gibt – sondern ein Tag mit Arbeit verbunden: Recherche für Schüler – an der Seite von Profis.

Was ist Kunst?

Zunächst stand für die Jugendlichen ein Gespräch mit Chefredakteur Dr. Norbert Tiemann in der Zentralredaktion unserer Zeitung an. Tiemann beantwortete viele Fragen der Nachwuchs-Reporter.

Es ging um seine Aufgaben in der Reaktion, die Verantwortung eines Chefredakteurs, aber auch um die Glaubwürdigkeit der klassischen Medien und schließlich um „Fake News“ und „Alternative Fakten“, die seit US-Präsident Donald Trump in aller Munde sind und Redakteure weltweit zu besonders sauberer Recherche auffordern.

Dann ging es für die Schüler raus zu den Skulpturen. Was ist Kunst? Wie kommen die Skulpturen bei den Besuchern in der Innenstadt an? Wer reist gezielt zu der Freiluftausstellung nach Münster an? Fragen, denen die Jugendlichen nachgingen.

Kopfschütteln für den Tieflader

Eine Gruppe drehte eine Videoumfrage, eine andere machte Fotos und die dritte teilte ihre Erfahrungen mitten zwischen den Skulpturen in Form von Kurzvideos und Bildbeiträgen über die Smartphone-App Snapchat. Dabei trafen sie auf Spanier und Kanadier, Kunst-Lehrer und Rettungsschwimmer.

Höhepunkt des Tages war für die meisten Schüler die Stippvisite am Hafen. Dort liefen sie übers Wasser – auf dem Steg von Künstlerin Ayşe Erkmen.

„Das war schon cool“, bilanzierten die Jugendlichen später und nahmen die schmerzenden Füße für diese Kunst-Erfahrung in Kauf. Der Tieflader mit der Box auf dem Rücken vis-a-vis der Henry-Moore-Skulptur am Aegidiimarkt hat bei ihnen nur Kopfschütteln ausgelöst. Kunst, so meinten sie, sei was anderes.

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