Ausstellung im Naturkundemuseum zur westfälischen Artenvielfalt
Westfalen war schon immer ein Einwanderungsland

Münster -

Lebten in Westfalen einst Wasserbüffel und Säbelzahnkatzen? Was ist mit Wolf, Schwarzstorch und Fischotter? Fragen, denen die neue Dauerausstellung des LWL-Naturkundemuseums ab Freitag auf den Grund geht.

Dienstag, 27.06.2017, 20:31 Uhr aktualisiert: 27.06.2017, 20:52 Uhr
Das Mammut hat genauso wie der Neandertaler einst in Westfalen gelebt. Sie gehören zur Karawane, die der Mittelpunkt der neuen Dauerausstellung im LWL-Naturkundemuseum ist. Diese widmet sich dem Kommen und Gehen der Artenvielfalt in Westfalen.
Das Mammut hat genauso wie der Neandertaler einst in Westfalen gelebt. Sie gehören zur Karawane, die der Mittelpunkt der neuen Dauerausstellung im LWL-Naturkundemuseum ist. Diese widmet sich dem Kommen und Gehen der Artenvielfalt in Westfalen. Foto: Oliver Werner

Angeführt wird die Karawane von einem Wasserbüffel. Es folgen ein Wolf, Säbelzahnkatzen und am Ende ein riesiges Mammut, das über die Köpfe der anderen Tiere hinwegblickt. Kein Wunder, dass Dr. Jan Ole Kriegs, Direktor des LWL-Naturkundemuseums, die 15 Meter lange Tierkarawane als zentrales Element beschreibt: Sie ist nicht zu übersehen.

Für die Besucher der neuen Dauerausstellung im Museum am Aasee ist aber nicht nur das mächtige Mammut beeindruckend, auch kleine Wesen sind kreativ aufgearbeitet, dass sie zum Anfassen ermuntern. „Vom Kommen und Gehen – Westfälische Artenvielfalt im Wandel“ heißt die neue Schau, die Dienstag offiziell eröffnet wurde und ab Freitag (30. Juni) für jedermann zugänglich ist.

Naturkundemuseum: Ausstellung zur westfälischen Artenvielfalt

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„Westfalen ist ein Ein- und Auswanderungsland – auch für Tiere und Pflanzen“, sagt LWL-Direktor Matthias Löb und weist damit auf die sich immer weiter verändernde Artenvielfalt in der Region hin. Welche Arten waren einst in Westfalen zu finden? Welche existieren noch heute und wie viel hat der Mensch mit dem Kommen und Gehen zu tun? Fragen, die die neue Ausstellung in den Fokus rückt.

Zwei Millionen Naturschätze haben Laura Prodöhl und Lisa Klepfer in den vergangenen Monaten im Museumsfundus gesichtet. Am Ende haben sich die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen für 900 Tier- und Pflanzenpräparate entschieden.

Die Ursachen für das Kommen und Gehen, so erfahren Besucher, sind vielfältig. Pflanzenarten verschwinden, weil sich ihre Lebensbedingungen verschlechtert haben. Tiere kommen zurück, weil sie nicht mehr bejagt werden. Dieses Phänomen ist auch an der Karawane erkennbar: Während Wasserbüffel und Mammut aus der Ausstellung förmlich hinauslaufen, zieht es andere Tiere wie den Schwarzstorch, Fischotter oder den Biber hinein.

Der Mensch hat seinen Anteil am Kommen und Gehen der Arten. „Durch die Intensivierung der Landwirtschaft sind viele Tiere und Pflanzen verschwunden“, sagt Ausstellungsmacherin Laura Prodöhl. Sie hofft, dass die Schau die Besucher für die empfindlichen Gleichgewichte der Tier- und Pflanzenwelt sensibilisiert.

Zum Thema

Ein museumspädagogisches Programm begleitet die Ausstellung, die auch für Blinde und Sehbehinderte geeignet ist.

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