Do., 29.06.2017

Stadtfest „Münster Mittendrin“ Friedensinitiative protestiert gegen Bundeswehr-Stand

Nach Protesten wurde die Bundeswehr-Präsenz beim Stadtfest im vergangenen Jahr reorganisiert: Fahrzeuge wurden gegen andere Exponate ausgetauscht.

Nach Protesten wurde die Bundeswehr-Präsenz beim Stadtfest im vergangenen Jahr reorganisiert: Fahrzeuge wurden gegen andere Exponate ausgetauscht. Foto: kal

Münster - 

Auf dem Stadtfest „Münster Mittendrin“ vom 7. bis 9. Juli wird – wie schon im vergangenen Jahr – wieder auch die Bundeswehr präsent sein, um zu informieren und potenziellen Nachwuchs anzusprechen. Doch dagegen formiert sich erneut Widerstand.

Von Markus Kampmann

Die Friedenskooperative Münster hat für den 7. Juli (Freitag) um 18 Uhr eine Gegenkundgebung unter dem Motto „Kein Werben fürs Sterben“ in der Stubengasse angemeldet.

Marcus Geßler, Pressesprecher der Münster Mittendrin GmbH, hält dagegen: „Wir wollen ein schönes Fest für alle machen, kein politisches Statement setzen.“ Und zur Stadtgesellschaft gehöre mit dem 1. Deutsch-Niederländischen Korps auch die Bundeswehr. „Dementsprechend nehmen wir sie gerne mit auf in das Stadtfest“, sagt Geßler. Zudem sei es nicht das Ziel der Bundeswehr, Kriege zu führen, „sondern unsere Demokratie zu verteidigen“.

Im vergangenen Jahr sei auf die Kritik mit einer Reorganisation der Bundeswehr-Präsenz reagiert worden: Sanitätsfahrzeuge seien durch andere Exponate ersetzt worden, so Geßler. Die Folge: „Wir haben mindestens so viele, wenn nicht mehr Stimmen bekommen, die uns vorgeworfen haben, die Bundeswehr stiefmütterlich zu behandeln.“

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