WDR-Porträt zum 60. Geburtstag
Frei von Lobhudelei: Film über Götz Alsmann feiert Premiere

"Fast ein Selbstportrait“ nennt der Filmautor Klaus Michael Heinz sein Werk über den münsterischen Musiker und Entertainer Götz Alsmann, das am Dienstag vorgestellt wurde und am Samstag im dritten Fernsehprogramm zu sehen ist. Denn Alsmann kommt ausführlich selbst zu Wort – in Filmausschnitten und neuen Aufnahmen. 

Mittwoch, 05.07.2017, 08:00 Uhr
WDR-Porträt zum 60. Geburtstag : Frei von Lobhudelei: Film über Götz Alsmann feiert Premiere
Götz Alsmann wird 60 Jahre alt und sein Heimatsender WDR gratuliert mit dem Film "Götz Alsmann - Fast ein Selbstportrait". Foto: Gunnar A. Pier

Die „ultimative Lobhudelei“ war ein wichtiges Element der Sendung „Zimmer frei!“. Fernsehautor Klaus Michael Heinz hat aber einen anderen Weg gewählt, um den Moderator der legendären Show und bekanntesten Entertainer Münsters zu porträtieren. „Götz Alsmann – Fast ein Selbstportrait“ heißt der einstündige Film, den der WDR am Samstag um 22.45 Uhr ausstrahlt. Am Dienstag wurde er in Münsters „Kurbelkiste“-Kino vorgestellt. Und dass die letzten fünf Minuten mit ihrem kleinen sentimentalen Schlenker fehlten, war nur einer technischen Panne geschuldet.

Wie in seinen anderen Porträtfilmen, angefangen mit Alfred Biolek und Rudi Carrell, lässt Klaus Michael Heinz statt irgendwelcher Lobredner den „Helden“ selbst zu Wort kommen, fügt Ausschnitte aus Interview- und Talkshow-Sendungen und Fernsehbilder anderer Auftritte zu einem Mosaik zusammen, das ein autobiografisches Bild ergibt.

„Götz Alsmann - Fast ein Selbstportrait“ - Vorpremiere in Münster

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  • Im Kinosaal der Kurbelkiste im Cinema in Münster wurde am 4. Juli die Vorpremiere des Fimporträts gefeiert.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Begleitet wurde Götz Alsmann von seiner Ehefrau Brigitte.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Vor dem Kino gab es einen freundlichen Empfang von Kollegen und Medienvertretern.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Vor Beginn unterhielt sich Götz Alsmann mit Andrea Benstein, Leiterin WDR-Studio Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gruppenbild (v. li): Karin Kuhn (WDR, Leitung Programmbereich Unterhaltung, Familie und Kinder), Götz Alsmann, Klaus Michael Heinz (WDR-Autor) und Valerie Weber (WDR-Hörfunk-Direktorin).

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Vorfreude bei Götz Alsmann vor dem Filmstart.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gespannt war der Entertainer, wie er in dem 60-minütigen Film in Szene gesetzt worden ist.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • „Im Kino gewesen. Geweint“, schrieb einst Franz Kafka. Götz Alsmann wirkte bei der Vorab-Premiere tatsächlich leicht ergriffen.

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  • Am Ende gab es Beifall.

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  • „Götz Alsmann - Fast ein Selbstportrait“ wird am Samstag (8.7.) um 22.45 Uhr im WDR gesendet.

    Foto: Gunnar A. Pier

Bei Alsmann ist das aber nur die eine Hälfte des Selbstporträts – wenngleich eine vielfach kuriose, wenn man etwa den jugendlichen Schlaks im Anzug bei frühen Gesangsdarbietungen in Fernsehstudios beobachtet: Die berühmte Haartolle hat da noch mäßige Ausmaße, aber die Souveränität des Singens und Musizierens mit Ukulele und Klavier ist schon vorhanden.

Er plaudert mit Bettina Böttinger, erzählt bei Alfred Biolek von jenem Moderatoren-Casting, bei dem er eigentlich nur Sparringspartner der Kandidaten war und dann die Sendung kriegte, und darf sich in „Zimmer frei!“ von Hans-Olaf Henkel mit dem jungen Helmut Kohl vergleichen lassen. Ach ja, „Mitbewohnerin“ Christine Westermann kommt ebenfalls vor: als junge Moderatorin, die den noch jüngeren Musiker Götz Alsmann interviewt. Damals siezte man sich natürlich noch.

Tour durch Münster, Kindheit & Jugend

Die andere Hälfte des Selbstporträts, gewissermaßen der rote Faden des Films, ist Götz Alsmanns Fahrradfahrt durch sein Münster, zu Stationen seiner Kindheit und Jugend wie der elterlichen Wohnung, dem Schlaun-Gymnasium und jenem Uni-Gebäude, in dem der promovierte Musikwissenschaftler sein Studium begann. Dazu erzählt Alsmann vom Glück der Kindheit und von der Lust des Sammelns all jener Schallplatten, Instrumente und Kuriositäten, die er in seinem Atelierhaus wohlgeordnet verwahrt.

Kommentierte Bilder von Autofahrten zu Auftritten und vom Bummel mit seiner Band durch Rom, wo sie im Studio Ennio Morricones ihr Album mit mediterranen Schlagern einspielten, ergänzen diesen Teil des Films. Dem tatsächlich nicht viel zu einem veritablen Selbstporträt fehlt.

"...dass der schon so alt ist...“

„Ich war ganz ergriffen von mir selbst“, sagte Alsmann mit leiser Ironie nach dem etwas vorzeitigen Ende der Filmpremiere am Dienstag. Immerhin hatte es an diesem Vormittag aber schon eine vorgezogene Zugabe gegeben: WDR-Hörfunkdirektorin Valerie Weber präsentierte ein schelmisches Filmchen, in dem sie Menschen aus Münster zu ihren typischen Eigenschaften und zu ihrem prominenten Zeitgenossen befragt.

Neujahrskonzert 2017 mit Götz Alsmann und dem Sinfonieorchester

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  • Götz Alsmann präsentiert in diesem Jahr wieder die Neujahrskonzerte im Theater Münster - hier eine Szene der Premiere am Neujahrstag.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gleich zum Auftakt spielte das Sinfonieorchester den bekannten "Radetzky-Marsch" - und Generalmusikdirektor Fabrizia Ventura forderte das Publikum zum Mitklatschen auf.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die Ouvertüre der Rossini-Oper „Die diebische Elster“ dirigierte Fabrizio Ventura verkleidet als Koch.

    Foto: Rüdiger Wölk
  • Natürlich setzte sich Götz Alsmanna auch ans Klavier.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Götz Alsmann präsentiert auch im Jahr 2017 die Neujahrskonzerte im Theater Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Für Musik sorgten das Sinfonieorchester und die Götz-Alsmann-Band.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Oberthema war Italien - da fiel Götz Alsmann eine Menge zu ein.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Götz Alsmann präsentiert auch im Jahr 2017 die Neujahrskonzerte im Theater Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Götz Alsmann präsentiert auch im Jahr 2017 die Neujahrskonzerte im Theater Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gleich zum Auftakt spielte das Sinfonieorchester den bekannten "Radetzky-Marsch" - und Generalmusikdirektor Fabrizia Ventura forderte das Publikum zum Mitklatschen auf.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Generalintendant Dr. Ulrich Peters begrüßte das Publikum im Theater Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Für Götz Alsmanns sind diese Konzerte Heimspiele: Er stammt bekanntlich aus Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Für Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura sind es die letzten Neujahrskonzerte: Er verlässt Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Für Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura sind es die letzten Neujahrskonzerte: Er verlässt Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gleich zum Auftakt spielte das Sinfonieorchester den bekannten "Radetzky-Marsch" - und Generalmusikdirektor Fabrizia Ventura forderte das Publikum zum Mitklatschen auf.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Für Musik sorgten das Sinfonieorchester und die Götz-Alsmann-Band.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Markus Paßlick spielt in der Alsmann-Band.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Generalintendant Dr. Ulrich Peters begrüßte das Publikum im Theater Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura am 1. Januar 2017 beim Neujahrskonzert im Theater Münster mit dem Sinfonieorchester und der Götz-Alsmann-Band.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Götz Alsmann am 1. Januar 2017 beim Neujahrskonzert im Theater Münster mit dem Sinfonieorchester und der Götz-Alsmann-Band.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura am 1. Januar 2017 beim Neujahrskonzert im Theater Münster mit dem Sinfonieorchester und der Götz-Alsmann-Band.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Götz Alsmann am 1. Januar 2017 beim Neujahrskonzert im Theater Münster mit dem Sinfonieorchester und der Götz-Alsmann-Band.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Altfrid M. Sicking spielt in der Alsmann-Band.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein eingespieltes Team: Götz Alsmann und Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Für Musik sorgten das Sinfonieorchester und die Götz-Alsmann-Band.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die Ouvertüre der Rossini-Oper „Die diebische Elster“ dirigierte Fabrizio Ventura verkleidet als Koch.

    Foto: Rüdiger Wölk
  • Die Ouvertüre der Rossini-Oper „Die diebische Elster“ dirigierte Fabrizio Ventura verkleidet als Koch.

    Foto: Rüdiger Wölk

„Hätte gar nicht gedacht, dass der schon so alt ist“, meinte einer der Befragten und erinnerte so an den Anlass des Filmporträts: Götz Alsmann wird nächste Woche 60. Was ihm keinerlei Probleme bereiten dürfte, solange andere Interviewpartner ihn mit einem Adjektiv schmücken, das gemeinhin viel jüngeren Menschen zugesprochen wird: Er sei doch „sexy“.

Zum Thema

Der Film „Götz Alsmann – Fast ein Selbstportrait“ wird am Samstag um 22.45 Uhr im WDR-Fernsehen ausgestrahlt.

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