Probleme am Schulbau
Weiterbildungskolleg wird nicht fertig: Rochade stockt

Münster -

Das neue Weiterbildungskolleg der Stadt Münster wird nicht – wie geplant – zu Beginn der Sommerferien fertig. Das hat auch gravierende Folgen für die Dreifaltigkeitsgrundschule.

Samstag, 08.07.2017, 13:00 Uhr
Auch der Ausbau der Dreifaltigkeitsschule wird sich durch die Verzögerung am Bau des Weiterbildungskollegs verspäten.
Der Ausbau der Dreifaltigkeitsschule wird sich durch die Verzögerung am Bau des Weiterbildungskollegs verspäten. Foto: Oliver Werner

Die Fertigstellung des Weiterbildungskollegs auf dem Gelände des Pascal-Gymnasiums verzögert sich erneut. Kurz vor den Sommerferien wurde in dieser Woche bekannt, dass Abendgymnasium und Abendrealschule nun doch nicht nach den Sommerferien in ihren neuen Räumen den Betrieb aufnehmen können. Damit geraten auch die Planungen für die Erweiterung der Dreifaltigkeitsgrundschule am Friesenring in eine Warteschleife.

Am Montag, so Schuldezernent Thomas Paal, habe die Schulverwaltung die Nachricht des städtischen Immobilienmanagements erreicht: Ein Fußboden im neuen Weiterbildungskolleg könne nur mit Verzögerung gelegt werden, außerdem habe eine mit Aufträgen betraute Metallbaufirma zum 30. Juni Insolvenz angemeldet. Der Umzug der beiden Weiterbildungsschulen könnte nun wohl erst in den Herbstferien in Angriff genommen werden, so Paal. Das Abendgymnasium arbeitet bisher in einem stark sanierungsbedürftigen Gebäude an der Wienburgstraße, die Abendrealschule vorwiegend in Räumen der Erich-Klausener-Realschule am Aasee.

Gravierender als für die beiden Weiterbildungsschulen sind die Folgen für die Dreifaltigkeitsgrundschule. Sie sollte in den Sommerferien für eine Übergangszeit von einem Jahr komplett in das alte Gebäude des Abendgymnasiums an der Wienburgstraße umziehen. In dieser Zeit so die Planung, sollte das eigene Gebäude für 5,33 Millionen Euro erweitert werden, entschied der Rat per Dringlichkeitsentscheidung.

Die Dreifaltigkeitsschule hat seit Jahren enorme Raumprobleme. Die Grundschüler werden nun erst zum zweiten Schulhalbjahr im Februar 2018 in das Ausweichquartier umziehen, erläutert der Schulpflegschaftsvorsitzende Jörg Pfeil.

Der Zeitplan sei mit der Elternschaft abgesprochen. Auch wenn der Ausbau der Schule nun länger auf sich warten lasse, einen Vorteil sieht Pfeil doch: „Nun können die Erstklässler wenigstens noch im eigentlichen Schulgebäude aufgenommen werden“, sagt er.

Der mit 7,5 Millionen Euro veranschlagte Bau des Weiterbildungskollegs hatte sich mehrfach verzögert. Bombenfunde bremsten die Bauarbeiten und unvorhergesehene Probleme mit der vorhandenen Bausubstanz.

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