„Sprache und Kunst: Skulptur-Projekte“
Boccia spielen im Nuclear Temple

Münster -

Drei Frauen leiten den Ferienkursus „Sprache und Kunst: Skulptur-Projekte“ vom Schulamt. Hier lernen zwölf Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren spielerisch Deutsch, während sie gemeinsam die Kunstwelt erkunden.

Dienstag, 01.08.2017, 16:33 Uhr aktualisiert: 02.08.2017, 17:02 Uhr
Spielerisch lernen die Kinder und Jugendlichen über die Kunst die deutsche Sprache.
Spielerisch lernen die Kinder und Jugendlichen über die Kunst die deutsche Sprache. Foto: Canan Akgün

Stolz zählen Rheyana (12 Jahre), Sudais (12) und Shahd (13) komplizierte Künstlernamen auf und berichten von den Skulpturen und Orten, die sie im Verlauf der vergangen zwei Wochen kennengelernt haben. Wenn sie nach den richtigen Worten suchen müssen, helfen sie sich gegenseitig oder bekommen Unterstützung von Ingrid Hovenjürgen, Canan Akgün und der Künstlerin Carmen Gosen. Die drei Frauen leiten den Ferienkursus „Sprache und Kunst: Skulptur-Projekte“, der vom Schulamt angeboten wird. Hier lernen zwölf Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren spielerisch Deutsch, während sie gemeinsam die Kunstwelt erkunden.

Jedes Kind hatte ein Skizzenbuch dabei, in dem die Eindrücke festgehalten werden: Auf einem eingeklebten Stadtplan wurden alle bereits besuchten Skulpturen akribisch mit Buntstift markiert. Die folgenden Seiten wurden gefüllt mit Zeichenübungen, eigenen künstlerischen Ideen und selbst geschossenen Skulptur-Fotos, die dank einer vorhandenen Sofortbild-Kamera gemacht werden konnten, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der „Nuclear Temple“ von Thomas Schütte auf dem Gelände des alten Zoos sehe ein bisschen aus wie eine Moschee, erzählen die Kinder. Die Stahlskulptur eigne sich prima zum Spielen: Durch die acht Torbogen haben sie Bocciakugeln rollen lassen.

Am Aasee hat sich die Gruppe unter die Installation von Ilya Kabakov aus dem Jahr 1997 gelegt, und das abgebildete Gedicht wurde miteinander in die jeweiligen Muttersprachen übersetzt: türkisch, persisch und arabisch.

Neben einer Führung durch das Landesmuseum stand ein exklusiver Besuch der Kunstakademie Münster auf dem Programm. Dort gab es Einblicke in die Werkstätten – dabei wurden wie nebenbei Wörter wie „Keramik“, „Kunststoff“, „Malereitechnik“ und „Radierung“ gelernt. Als es um die Arbeit in der Metallwerkstatt geht, berichtet Shahd eifrig von ihrem Vater, dem sie schon einmal beim Schweißen zugesehen hatte.

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Informationen zu den Mit-Sprache-Kursen online:   | www.stadt-  muenster.de/ schulamt

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