Schülerakademie zu Gast in Münster
Forschen gegen die globale Erwärmung

Münster -

Die globale Erwärmung auf maximal zwei Grad beschränken: Das ist das große Ziel auch der 20 Teilnehmer der deutschlandweiten Schülerakademie „2° Campus – unser Klima, deine Umwelt“ des World Wide Fund for Nature. Die 15- bis 19-Jährigen forschen zu den Themen Energie, Mobilität, Ernährung und Gebäude. Zwei von vier Gruppen waren jetzt zu Gast in den Laboren der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU).

Mittwoch, 02.08.2017, 14:00 Uhr
Das Team „Energie“ verglich die Wirksamkeit verschiedener pflanzlicher Farbstoffe.
Das Team „Energie“ verglich die Wirksamkeit verschiedener pflanzlicher Farbstoffe. Foto: WWF/Arnold Morascher

Im Batterieforschungszentrum MEET der WWU trifft sich das fünfköpfige Team „Mobilität“. „Wir wollen untersuchen, welche Vorteile der Einsatz von ‚Tempo‘-Polymeren in Kathoden im Vergleich zu den Polymeren einer herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterie bezüglich Umweltverträglichkeit und Leistung bietet“, erklärt MEET-Doktorand Johannes Betz, der die Gruppe leitet. Die Jugendlichen nutzen „Tempo“ als Aktivmaterial, um daraus Elektroden herzustellen. Damit baut das Forscherteam eine Batterie, testet und analysiert diese und vergleicht die Ergebnisse mit herkömmlichen Energiespeichern.

Im Schülerlabor „MExLab Physik“ geht es unter der Leitung von Prof. Dr. Cornelia Denz, Dr. Inga Zeisberg und Doktorandin Pia Bäune beim Team „Energie“ um die Frage, wie sich die lebenszeitverringernden Faktoren von organischen Solarzellen minimieren lassen. Außerdem forschen die Jugendlichen an verschiedenen Strategien gegen eine vorzeitige Austrocknung der sogenannten Grätzelzellen. Dabei handelt es sich um Solarzellen, die mit Hilfe von Farbstoffen Strom produzieren. Die Austrocknung des Elektrolyten ist die größte Herausforderung dieser Technologie.

Im Herbst werden die Ergebnisse bei einer Abschlussveranstaltung in Berlin präsentiert.

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