Dom-Gedanken stehen unter dem Thema „Gefährdete Welt“
Aus Einsichten Auswege finden

Münster -

Mehr denn je scheinen die Erde und das friedliche Zusammenleben der Menschen auf ihr in diesen Tagen auf der Kippe zu stehen. Vor diesem Hintergrund stehen die diesjährigen Dom-Gedanken im St.-Paulus-Dom unter dem Leitwort „Gefährdete Welt – Einsichten und Auswege“. Die von passender Musik begleiteten Veranstaltungen finden – beginnend mit dem 16. August und endend am 13. September – mittwochs um 18.30 Uhr im Dom statt, berichtet das Bistum.

Mittwoch, 02.08.2017, 14:25 Uhr aktualisiert: 02.08.2017, 14:30 Uhr
Die Türen stehen offen: Im Namen des Domkapitels lädt Dompropst Kurt Schulte zu den Dom-Gedanken 2017 ein.
Die Türen stehen offen: Im Namen des Domkapitels lädt Dompropst Kurt Schulte zu den Dom-Gedanken 2017 ein. Foto: pbm

„In seiner Enzyklika ,Laudato Si‘ spricht Papst Franziskus über die Sorge für das gemeinsame Haus“, sagt Dompropst Kurt Schulte für das Domkapitel als Veranstalter, „dass dieses gemeinsame Haus – unser Lebensraum, die Welt – gefährdet ist, wird uns Tag für Tag vor Augen geführt, oder wir erleben es gar selbst. Problemanzeigen gibt es viele, aber gibt es auch Lösungen?“ Der Papst schreibe von einer „Handlungsverpflichtung für die Christen, aber auch für alle Menschen guten Willens“. Dieser Verpflichtung wolle man mit den Dom-Gedanken nachgehen, heißt es in einer Pressemitteilung des Bistums.

Den Auftakt der diesjährigen Reihe macht am 16. August (Mittwoch) Prof. Dr. Jochen Hörisch, Ordinarius für Neuere Germanistik und Medienanalyse an der Universität Mannheim, zum Thema „Macht der Sprache, Sprache der Macht. Politische Rhetorik im postfaktischen Zeitalter“. Mit der Frage „Die Demokratie unter Feuer? Migration als Herausforderung“ beschäftigt sich am 23. August der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Anthony Glees von der Universität von Buckingham.

Eine Woche später, am 30. August, geht es mit dem Diplomaten Prof. Dr. Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchener Sicherheitskonferenz, weiter. Sein Thema lautet: „Europa – Krise ohne Ende. Neue Positionen für die alte Welt“.

Am 6. September spricht der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands, Prof. Dr. Wolfgang Huber, über „Kampf der Kulturen? Religionen – Brandstifter und Feuerwehr“. Die Dom-Gedanken enden am 13. September mit dem Vortrag „Von heißem Krieg und kaltem Frieden. Was es zu verteidigen gilt“, den Botschafter Dr. Hans-Dieter Lucas, Deutscher Vertreter bei der NATO in Brüssel, hält.

Der Eintritt zu allen Terminen der Reihe ist frei. Die Veranstalter bitten stattdessen um eine Spende für das Projekt „Aus dem Krieg zurück ins Leben“. Dieses ermöglicht in der Demokratischen Republik Kongo ehemaligen Kindersoldaten einen Schulbesuch oder eine Lehre. Im Anschluss an die Vorträge sind die Besucher zum Austausch mit den Referenten .

Sämtliche Dom-Gedanken-Abende werden live im Internet übertragen. (www.bistum-muenster.de, www.paulusdom.de, www.katholisch.de).

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