Lehrstellen-Bilanz
Viele Unternehmen möchten ausbilden

Münster -

Zum Ausbildungsstart am 1. August sind im Bezirk der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster noch fast 1000 Lehrstellen unbesetzt, davon 318 in der Stadt Münster. Jugendliche, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, haben weiter gute Chancen, heißt es in einer Pressemitteilung der Agentur für Arbeit.

Dienstag, 01.08.2017, 20:00 Uhr aktualisiert: 01.08.2017, 20:09 Uhr
Auch Chefkoch André Skupin im Hotel Kaiserhof hat mit einer Lehre begonnen und ist heute der einzige Sternekoch in Münster.
Auch Chefkoch André Skupin im Hotel Kaiserhof hat mit einer Lehre begonnen und ist heute der einzige Sternekoch in Münster. Foto: Matthias Ahlke

2300 freie Ausbildungsstellen meldeten die Arbeitgeber aus Münster seit Oktober 2016 bei der Agentur für Arbeit. Damit liegt die Zahl der Ausbildungsplatzangebote nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Damals wurden der Arbeitsagentur 2356 zu besetzende Ausbildungsplätze gemeldet.

Christian König, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit, zieht eine positive Monatsbilanz. „Die Unternehmen zeigen weiterhin eine hohe Ausbildungsbereitschaft. Junge Menschen haben daher viele Chancen auf einen guten Einstieg in das Berufsleben“, so König.

Die Zahl der Bewerber, die Ende Juli noch keinen Ausbildungsplatz oder eine andere Alternative hatten, liegt bei aktuell 318. Ihnen stehen noch 536 unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber.

Die meisten freien Ausbildungsplätze gibt es noch für angehende Kaufleute für Büromanagement, Kaufleute im Einzelhandel, Friseure und Verkäufer. Gute Chancen haben auch Jugendliche, die eine Ausbildung zum Koch suchen oder Fachkraft für Lagerlogistik oder Anlagenmechaniker für Sanitär- Heizung- und Klimatechnik werden möchten.

Insgesamt ging die Bewerberzahl jetzt um 11,6 Prozent zurück. So meldeten sich seit Oktober 2016 insgesamt 1190 Jugendliche und junge Erwachsene aus Münster als Bewerber bei der Agentur. 156 weniger als im Vorjahr. „Damit bewegt sich der Ausbildungsmarkt immer mehr zu Gunsten der Bewerber. Für Unternehmen wird es aufgrund der sinkenden Zahl der Schulabgänger deutlich schwieriger, freie Ausbildungsplätze zu besetzen“, beschreibt König die derzeitige Entwicklung.

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