Bistum vermittelt Freiwilligendienste im Ausland
Hinaus in die Welt

Münster -

In das Kochbuch „Cantina Mexicana“ hat Felix Feldmann in den vergangenen Wochen schon oft geschaut. „Ich muss ja wissen, was mich erwartet“, sagt er lachend. Denn am 14. August ist es so weit. Dann fliegt der 23-Jährige nach Mexiko, um ein Jahr lang für das Bistum Münster in einer Pfarrei in der Provinz Tecozautla mitzuarbeiten.

Mittwoch, 02.08.2017, 06:00 Uhr
Die beiden münsterischen Studierenden Romina Becher und Felix Feldmann treten in wenigen Tagen einen Freiwilligendienst in Südafrika und Mexiko an.
Die beiden münsterischen Studierenden Romina Becher und Felix Feldmann treten in wenigen Tagen einen Freiwilligendienst in Südafrika und Mexiko an. Foto: pbm

Wenn Felix im Flugzeug sitzt, wird Romina Becher schon gelandet sein. Allerdings in Südafrika. Einen Tag vorher startet sie in ihren Freiwilligendienst, um in einer Missionsstation in Nkandla im Osten des Landes ein Jahr lang zu leben und zu arbeiten.

Die beiden Studenten aus Münster haben sich bewusst etwas Zeit gelassen, bevor sie sich für einen Freiwilligendienst entschieden haben, heißt es in einer Pressemitteilung des Bistums Münster. „Der Gedanke, ins Ausland zu gehen hat mich schon lange begleitet“, blickt Romina Becher zurück, die Soziale Arbeit studiert und gerade ihr Masterstudium beendet hat.

Auch Felix Feldmann wollte erst seinen Bachelor in Englisch und Philosophie auf Lehramt abschließen, bevor er den Schritt wagt. „Ich freue mich darauf, nach dem eher theoretischen Lernen an der Uni jetzt auch praktisch arbeiten zu können“, sagt er. „Eben ganz besondere Lebenserfahrungen zu sammeln.“

Der 23-Jährige ist der erste Freiwillige, der in die mexikanische Pfarrei entsandt wird. Deshalb wird sich Felix Feldmann vor Ort umschauen, was es an sozialen Projekten gibt und was noch fehlt.

Gerne würde der gebürtige Marler mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. „Ich könnte mir vorstellen, mit ihnen musikalisch zu arbeiten oder mich in einem Flüchtlingsprojekt, das es dort schon gibt, einzubringen und vielleicht Sprachkurse zu geben“, sagt er. Die ersten Wochen wird er jedoch erst einmal die nähere Umgebung erkunden, Spanisch lernen und den Pfarrer begleiten, in dessen Pfarrhaus er auch wohnen wird.

Romina Becher weiß von ihrer Vorgängerin schon in etwa, was sie erwarten wird. „Ich werde in dem zugehörigen Waisenhaus die Kinderbetreuung übernehmen, die Schwestern unterstützen und gemeinsam mit ihnen in den umliegenden Schulen Präventionsschulungen zu den Themen Drogen und HIV durchführen“, nennt sie einige ihrer Aufgaben. Erfahrungen im Umgang mit Kindern bringt die 24-Jährige bereits mit. Während ihres Studiums absolvierte sie ihr Praxissemester in einem Kinderheim.

Seit 1991 ist das Bistum Münster Träger für Freiwilligendienste im Ausland. Mehr als 300 junge Menschen haben bislang über das Bistum den Dienst in Lateinamerika und Afrika absolviert. 2017 werden 28 junge Erwachsene einen Freiwilligendienst antreten.

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