Domfreunde planen CD-Projekt
Domfreunde lassen die Orgel klingen

Münster -

Münsters Domfreunde planen eine besondere Doppel-CD: Der Erlös kommt der Palliativstation des Hiltruper Krankenhauses zugute.

Donnerstag, 03.08.2017, 06:00 Uhr aktualisiert: 03.08.2017, 06:02 Uhr
Ganz besondere Orgelklänge versprechen (v.l.) Peter Glahn, Dr. Thomas Eickhoff, Dorothee Feller und Dieter Sieger mit dem neuen CD-Projekt.
Ganz besondere Orgelklänge versprechen (v.l.) Peter Glahn, Dr. Thomas Eickhoff, Dorothee Feller und Dieter Sieger mit dem neuen CD-Projekt. Foto: Matthias Ahlke

Der Niederländer nennt es „Europese Orgelmuziek“, der Deutsche „Europäische Orgelmusik“. Freuen dürfen sich beide: Auf einer Doppel-CD vereint ist schon bald besondere, internationale Klangvielfalt zu genießen. Peter Glahn hatte die zündende Idee – und wer der Runde der Domfreunde zuhört, was daraus entstanden ist, der hört förmlich auch schon die Orgel klingen. Alle am Tisch sind durch und durch überzeugt, dass mit diesem brandneuen Projekt „ein großer Wurf“ gelingt. Und das in mehrfacher Hinsicht.

Erlös fließt in Palliativstation

Punkt eins: „So etwas gibt es bisher noch nicht“, betont Peter Glahn. Punkt zwei: „Mit dem Erlös können wir die Erweiterung der Palliativstation des Hiltruper Krankenhauses unterstützen.“ Ein Beweggrund, der ihm und seinem Kreis der Domfreunde so sehr am Herzen liegt. Die „Münsterinitiative“, ein Projekt, das Dr. Stefan Nacke auf den Weg gebracht hat, um in Münster die Palliativversorgung zu unterstützen und auszubauen, ist auf finanzielle Hilfe angewiesen – dabei sitzen die Domfreunde mit im Boot.

Außergewöhnliches Repertoire

Für das musikalische „deutsch-niederländische Kulturprojekt im Zeichen des Westfälischen Friedens“ war internationale Vorarbeit nötig: Denn während in Münsters Dom Universitätskantorin Prof. Ellen Beinert den musikalischen Part übernimmt, sitzt in Katwijk der holländische Organist Marco den Toom in der Nieuwe Kerk an seinem Instrument: „Und beide bieten ein wirklich außergewöhnliches Repertoire“, versprechen die Organisatoren. Da sollen die deutsche und die niederländische Nationalhymne erklingen – „In nie gekannter und gehörter Form“ – , Volkslieder aus beiden Ländern und so manche Überraschung mehr, gewährt Dr. Thomas Eickhoff einen ersten Einblick.

20.000 Euro teures Projekt

Die „Hülle“ ist schon fertig, nun müssen noch die CDs aufgenommen und produziert werden. Dieter Sieger, ebenfalls engagiertes Mitglied der Domfreunde und immer dabei, wenn es um kreative Begleitung der Projekte geht, hat die „Verpackung“ entworfen. „Und die ist spektakulär geworden“, findet auch Dorothee Feller – die künftige Regierungspräsidentin ist Vorsitzende der Domfreunde.

Dieter Sieger hat zudem seinen Rotary-Club Münster Westfalen überzeugt, gemeinsam mit Unternehmer Ferdi Schwarze als Sponsoren für das 20.000 Euro teure Projekt aufzutreten. Und damit ist klar: Der komplette Erlös – die Doppel-CD gibt es demnächst für 20 Euro – fließt in die Sanierung der Palliativstation des Hiltruper Krankenhauses.

Hoffen auf königliches Vorwort

Nun hoffen die Domfreunde noch inständig, dass für die Niederlande König Willem Alexander persönlich das Vorwort schreibt: „Dann übernimmt Bundespräsident Steinmeier diesen Part für Deutschland.“ Und dann, so finden alle Beteiligten, ist das Projekt perfekt.

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