Verseuchte Eier
„Gegen Verursacher ganz hart durchgreifen“

Münster-Wolbeck -

Fipronil-Skandal: Heinz-Karl Beitelhoff sieht für seinen Betrieb mit 20.000 Legehennen keine Gefährdung. Dennoch spricht der Inhaber des Unternehmens "Eier- und Geflügelspezialitäten aus dem Münsterland" von einem "kriminellen Akt". 

Freitag, 04.08.2017, 08:00 Uhr
Nimmt Stellung zum Fipronil-Skandal: der Unternehmer Heinz-Karl Beitelhoff.
Nimmt Stellung zum Fipronil-Skandal: der Unternehmer Heinz-Karl Beitelhoff. Foto: na

„Das geht natürlich gar nicht“, lautete die erste spontane Reaktion von Heinz-Karl Beitelhoff, angesprochen auf den Skandal um die mit dem Insektizid Fipronil verseuchten Eier aus den Niederlanden, der sich mittlerweile auch auf NRW und Niedersachsen ausgeweitet hat.

Beitelhoff, dessen Unternehmen „Eier- und Geflügelspezialitäten aus dem Münsterland“ derzeit über rund 20.000 Hennen aus Bodenhaltung verfügt, spricht von einem „kriminellen Akt“. Der soll nach bisherigen Ermittlungen von einem belgischen Händler ausgelöst worden sein, als er einem Desinfektionsmittel gegen Blutläuse das mit dem für Nahrungsmittel verbotene Fipronil beigemischt habe. Als Desinfektionsmittel DEGA 16 fand es dann seinen Weg in die Legehennenbetriebe, zunächst nur in den Niederlanden. „Vielleicht gibt es im Ausland andere Maßstäbe“, mutmaßt der Wolbecker.

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Für sein Unternehmen möchte Beitelhoff eine Gefährdung jedenfalls ausschließen. Er verweist auf die strikten Richtlinien, die er in Kooperation mit drei weiteren Betrieben festgelegt habe, besonders im Hinblick auf Hygiene- und Desinfektionsvorschriften. Und wie wichtig DEGA 16 bei der Hühnerhaltung ist, ist ihm natürlich völlig klar. „Die Tiere werden bei einem Lausbefall richtig ausgesaugt.“

"Qualitätssicherung hat bei uns oberste Priorität"

Beitelhoff verweist in diesem Zusammenhang auf die behördlich überwachte, streng geregelte Futtermittelverordnung. Zudem entnehmen neutrale Prüfinstitute an amtlichen Packstellen in regelmäßigen Abständen Proben. „Qualitätssicherung hat bei uns oberste Priorität“, will der Wolbecker Unternehmer noch einmal ganz klar herausstreichen. Die Gefahr, dass die gesamte Branche in der Öffentlichkeit wieder in Verruf geraten könnte, sieht Beitelhoff natürlich auch. Und er hofft, dass gegen die Verursacher des Skandals ganz hart durchgegriffen wird.

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