Tennis-Weltrekord
Nach 79-Stunden-Match: Wo tut’s denn nicht weh?

Münster -

Dr. Dennis Heitmann aus Münster und Christian Masurenko haben einen neuen Weltrekord im Dauer-Tennis aufgestellt: 79 Stunden und neun Minuten standen sie auf dem Platz.

Donnerstag, 03.08.2017, 20:30 Uhr aktualisiert: 04.08.2017, 06:55 Uhr
Ein Nickerchen für Minuten gönnt sich Dennis Heitmann (r.), während die Physiotherapeuten ihn und und Christian Masurenko behandeln.
Ein Nickerchen für Minuten gönnt sich Dennis Heitmann (r.), während die Physiotherapeuten ihn und und Christian Masurenko behandeln. Foto: privat

Wo tut’s denn am meisten weh? Anders herum ist die Frage für Dr. Dennis Heitmann einfacher zu beantworten – wo tut’s denn nicht weh? „Mein linker Arm ist ganz ok . . .“, stellt er nach seinem Super-Match fest. Exakt 79 Stunden und neun Minuten hat der Münsteraner Tennis gespielt – nur unterbrochen von genau festgelegten kurzen Pausen. Zusammen mit seinem Kumpel Christian Masurenko hat er den bisher gültigen Guiness-Eintrag im Buch der Rekorde weit in den Schatten gestellt – der lag bis Sonntag bei 64 Stunden. Und die beiden hätten auf dem Platz im niedersächsischen Twistringen noch länger ausgehalten, wenn nicht plötzliche Magenschmerzen Dennis Heitmann ausgebremst hätten. Aber nicht nur das: „Zum Schluss war ich wie im Tunnel“, beschreibt er das Extrem-Erlebnis, das ihn tatsächlich an bisher nie gekannte Grenzen geführt habe.

Münsteraner stellt Weltrekord im Dauer-Tennis auf

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  • Dr. Dennis Heitmann aus Münster und Christian Masurenko haben einen neuen Weltrekord im Dauer-Tennis aufgestellt: 79 Stunden und neun Minuten standen sie auf dem Platz. Foto: Holger Hollemann
  • Dr. Dennis Heitmann aus Münster und Christian Masurenko haben einen neuen Weltrekord im Dauer-Tennis aufgestellt: 79 Stunden und neun Minuten standen sie auf dem Platz. Foto: privat
  • Dr. Dennis Heitmann aus Münster und Christian Masurenko haben einen neuen Weltrekord im Dauer-Tennis aufgestellt: 79 Stunden und neun Minuten standen sie auf dem Platz. Foto: privat
  • Dr. Dennis Heitmann aus Münster und Christian Masurenko haben einen neuen Weltrekord im Dauer-Tennis aufgestellt: 79 Stunden und neun Minuten standen sie auf dem Platz. Foto: privat
  • Dr. Dennis Heitmann aus Münster und Christian Masurenko haben einen neuen Weltrekord im Dauer-Tennis aufgestellt: 79 Stunden und neun Minuten standen sie auf dem Platz. Foto: privat
  • Dr. Dennis Heitmann aus Münster und Christian Masurenko haben einen neuen Weltrekord im Dauer-Tennis aufgestellt: 79 Stunden und neun Minuten standen sie auf dem Platz. Foto: Holger Hollemann
  • Dr. Dennis Heitmann aus Münster und Christian Masurenko haben einen neuen Weltrekord im Dauer-Tennis aufgestellt: 79 Stunden und neun Minuten standen sie auf dem Platz. Foto: Holger Hollemann
  • Dr. Dennis Heitmann aus Münster und Christian Masurenko haben einen neuen Weltrekord im Dauer-Tennis aufgestellt: 79 Stunden und neun Minuten standen sie auf dem Platz. Foto: Holger Hollemann
  • Dr. Dennis Heitmann aus Münster und Christian Masurenko haben einen neuen Weltrekord im Dauer-Tennis aufgestellt: 79 Stunden und neun Minuten standen sie auf dem Platz. Foto: Holger Hollemann
  • Dr. Dennis Heitmann aus Münster und Christian Masurenko haben einen neuen Weltrekord im Dauer-Tennis aufgestellt: 79 Stunden und neun Minuten standen sie auf dem Platz. Foto: Holger Hollemann
  • Dr. Dennis Heitmann aus Münster und Christian Masurenko haben einen neuen Weltrekord im Dauer-Tennis aufgestellt: 79 Stunden und neun Minuten standen sie auf dem Platz. Foto: Holger Hollemann
  • Dr. Dennis Heitmann aus Münster und Christian Masurenko haben einen neuen Weltrekord im Dauer-Tennis aufgestellt: 79 Stunden und neun Minuten standen sie auf dem Platz. Foto: Holger Hollemann

Geplant hatten die beiden Tennisspieler eine 82-Stunden-Partie – und da stellt sich als erstes die Frage: Warum bloß? „Man muss ein bisschen verrückt sein“, gibt Dr. Dennis Heitmann ohne Umschweife zu. Im normalen Leben arbeitet er als Professor im Bereich Wirtschaftsmathematik an der Fachhochschule Dortmund: „Da kann man schon mal ein bisschen Abwechslung brauchen.“ Und die haben ihm nicht nur die fünf Non-stop-Tennis-Tage beschert, sondern auch schon die Monate zuvor. Denn der Mannschaftsspieler vom TC St. Mauritz hat sein Leben komplett auf das Ereignis abgestimmt: Regelmäßiges Kraft- und Ausdauertraining, Ernährungsveränderung und eine mentale Vorbereitung mit einem Coach waren Bausteine eines ausgetüftelten Plans, um den Guiness-Eintrag zu toppen.

24.000 Euro für das Dorfhaus

Doch dabei ging es den beiden Freunden, die sich aus ihrer Heimat Herford kennen, nicht nur um den Sport. Es ging auch darum, erläutert Dr. Heitmann, Geld für das Dorfhaus des Ortsteils Marhorst zu sammeln, wo Christian Masurenko wohnt. Und auch das sei gelungen, vermerkt der Sportler stolz: „24 000 Euro sind zusammengekommen, das freut uns total.“

Gefreut hat sich das Sportler-Duo auch über die Zuschauer, die sie Tag und Nacht am Spielfeldrand angefeuert und wach gehalten haben. Und in dem Moment, in dem die 64-Stunden-Marke geknackt war, sogar ein Feuerwerk in den Nachthimmel schossen.

Ganz langsam kehren die Kräfte zurück

Noch hat Dennis Heitmann manches nicht realisiert, ganz langsam erst kehren die Kräfte zurück: „Ich weiß nur, dass ich schon bei der Autofahrt zurück eingeschlafen bin, zu Hause geduscht, etwas gegessen und noch ein bisschen mit den anderen gefeiert habe.“ Dann sei er in einen Zwölf-Stunden-Tiefschlaf gefallen. Bis zum 16. August hat er noch Urlaub: „Bis dahin habe ich meinen Rhythmus wieder.“ Ob er sich noch ein drittes Mal auf ein solches Abenteuer einlässt? Die Antwort ist wohl eindeutig: „Nein.“ Als Zuschauer allerdings könne er sich das schon vorstellen . . .

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