Wenige Nachfragen
Verbraucher reagieren gelassen auf den Eier-Skandal

Münster -

Die Verbraucher in den münsterischen Supermärkten reagieren momentan erstaunlich gelassen auf den Eierskandal. Belastete Eier scheinen offensichtlich für die Kunden kein großes Thema zu sein.

Freitag, 04.08.2017, 06:45 Uhr aktualisiert: 04.08.2017, 08:23 Uhr
Für Kunden scheinen belastete Eier kein großes Thema zu sein.
Für Kunden scheinen belastete Eier kein großes Thema zu sein. Foto: Armin Weigel/dpa

Uwe Marx, Leiter des Marktkaufes auf der Loddenheide, berichtet von vereinzelten Nachfragen: „Eigentlich so gut wie keine.“ Der Marktkauf, der zur Edeka-Rhein-Ruhr gehört, werde ausschließlich mit deutschen Eiern beliefert, sagt der Marktleiter. In einem münsterischen Supermarkt, der zur Rewe Dortmund gehört, sind die Mitarbeiter damit beschäftigt, die Eier neu zu sortieren.

Es wird nach Eiern aus den Niederlanden gefahndet. Die Rewe Group lässt alle Eier aus den Niederlanden umgehend aus dem Verkauf nehmen. Sollten Kunden Eier mit der Kennzeichnung NL für Niederlande in den Märkten gekauft haben, heißt es, können diese zurückgeben werden. Der Verkaufspreis wird erstattet.

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Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) geht davon aus, dass auch in verarbeiteten Produkten mit Fipronil belastete Eier verarbeitet worden seien, etwa in Kuchen oder Nudeln. Er habe angewiesen, dass die kommunalen Lebensaufsichtsbehörden auch stichprobenartig in den Supermärkten Proben nehmen. Das laufe aber erst an. „Aber man muss dem nachgehen. Wenn es eine hohe Belastung gibt, besteht möglicherweise auch hier eine Gesundheitsgefahr“, sagte der Minister. Allerdings lasse sich aufgrund der Produkte nicht herausfinden, wo die verwendeten Eier hergekommen seien - anders als bei losen Eiern, bei denen eine eindeutige Identifizierungsnummer aufgedruckt sei.

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