Bauherr entzieht Firma den Auftrag
Baustelle Soester Straße: Kresing sucht Gespräch mit Stadt

Münster -

Nach den Querelen um die Baustelle an der Soester Straße 35 haben die Bauherren aus der Familie Kresing Konsequenzen gezogen: Sie hätten der ausführenden Firma den Auftrag entzogen, teilt Kilian Kresing mit.

Freitag, 04.08.2017, 10:08 Uhr aktualisiert: 04.08.2017, 10:13 Uhr
Diese Baustelle an der Soester Straße war am Montag stillgelegt worden.
Diese Baustelle an der Soester Straße war am Montag stillgelegt worden. Foto: Oliver Werner

Die Stadt Münster hatte die Baustelle – wie berichtet – am Montag stillgelegt, da noch keine Baugenehmigung erteilt worden war. Zudem hatte Abdul-Mouin Khatouna, der im Erdgeschoss des Hauses eine Pizzeria betreibt, die Arbeitsweise auf der Baustelle kritisiert. So habe sein Betrieb nicht nur unter Staub und Dreck durch den direkt vor seinen Türen abgestellten Schuttcontainer gelitten. Mitunter habe sogar Lebensgefahr bestanden, da Steine einfach aus dem ersten Obergeschoss in den Container geworfen worden seien, was er in einem Video festhielt.

Keine Genehmigung: Stadt legt Baustelle still

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Dafür habe er zwar keine offizielle Bestätigung vonseiten der Stadt, so Kilian Kresing, dem das Haus gemeinsam mit seinen Geschwistern gehört, nicht Rainer M. Kresing, wie zunächst berichtet. Aber: „Das ist natürlich nicht tragbar“, betont er. „Die Firma, die den Rückbau betreibt, hat nicht so gehandelt, wie wir es besprochen haben.“ Deshalb habe sich die Bauherren-Gemeinschaft von ihr getrennt. Auch mit Abdul-Mouin Khatouna habe er das Gespräch gesucht, um eine Einigung zu erzielen.

Auf die hofft Kresing nun auch mit dem Bauordnungsamt. Das habe die Baustelle vor allem aus zwei Gründen stillgelegt, was die Stadtverwaltung bestätigt: einerseits, weil durch die Arbeiten die Statik des Gebäudes betroffen sein könnte, andererseits, weil sich durch die geplanten Umbauten unter anderem die Größe der Wohnungen ändert und damit aus behördlicher Sicht zugleich die Nutzung. „Dann sind auch schon Vorarbeiten genehmigungspflichtig“, erklärt Sigrid Howest vom Presseamt.

Für Kresing sind das lediglich Detailfragen. „Wir klären jetzt alle Themen, und dann wollen wir die offizielle Freigabe haben“, kündigt er an.

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