Debatte geht weiter
Bahnstrecke Münster – Lünen: Teilausbau nur eine Teil-Problemlösung

Münster -

Das Bundesverkehrsministerium hat es verkündet: Der zweigleisige Ausbau Bahnstrecke Münster – Lünen kommt, aber nur in Teilen. Was bedeutet das?

Freitag, 18.08.2017, 07:25 Uhr aktualisiert: 18.08.2017, 07:30 Uhr
Die Strecke Münster-Lünen soll nur teilweise zweigleisig ausgebaut werden.
Die Strecke Münster-Lünen soll nur teilweise zweigleisig ausgebaut werden. Foto: Matthias Ahlke

Michael Hundt, Betreiber der Radstation, ist ein profunder Kenner des Bahnverkehrs in Deutschland und engagiert sich in dieser Frage auch im Verkehrsausschuss der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen. Als er hörte, dass die Bundesregierung das Bahngleis Münster–Lünen in einem Teilbereich zweigleisig ausbauen und dem Projekt die höchste Priorität zubilligen möchte, da hielten sich Freude und Enttäuschung bei ihm die Waage.

Die politische Debatte

Lesen Sie hier die Stellungnahmen der Bundestagskandidaten zum Teilausbau Münster – Lünen.

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Teilausbau löst gemischte Gefühle aus

Die Freude: „Endlich kommt Bewegung in die Planung. Es geht voran.“

Die Enttäuschung: „Ein Teilausbau löst auch nur einen Teil der Probleme.“ Eine Nahverkehrsverbindung zwischen Münster und Dortmund im 30-Minuten-Takt hält Georg Hundt nur „für schwer vorstellbar“. Derzeit verkehren die Nahverkehrszüge im Stundentakt, was angesichts der enormen Probleme, die Münster bei der Bewältigung der Pendlerströme hat, vielen Verkehrsplanern als zu wenig erscheint.

Auf anderen Trassen, etwa Münster–Osnabrück oder Münster–Hamm, gibt es natürlich einen 30-Minuten-Takt, auf der Strecke Münster–Rheine ist die Taktung enger.

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Der aktuelle Stand 

Der Stand der Dinge ist, dass das Berliner Verkehrsministerium einem Teilausbau die höchste Priorität zubilligen möchte, beim kompletten zweispurigen Ausbau der 42 Kilometer langen Strecke aber davon ausgeht, dass die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben ist. Ein Teilausbau würde nach aktuellem Stand die Gefahr von Verspätungen minimieren und darüber hinaus – laut Staatssekretär Enak Ferlemann – die Voraussetzungen für den neuen Zug RRX auf der Stecke Münster – Dortmund schaffen. Das wäre auf jeden Fall ein Kapazitätsausbau. In wie fern der RRX auch all die Bahnhöfe bedient wie die Nahverkehrszüge, ist noch offen.

Derweil laufen nach Informationen unserer Zeitung bereits Gespräche mit dem Ziel, neben dem Bund auch das Land Nordrhein-Westfalen mit ins Boot zu holen. Der Tenor: Sobald das Bundesverkehrsministerium den Teilausbau zugesichert hat, soll es Verhandlungen in Düsseldorf mit dem Ziel geben, „die letzten Kilometer zu finanzieren“, so ein Insider.

In diese Richtung äußert sich auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Sybille Benning: „Vielleicht ist ein weiterer Ausbau durch Unterstützung aus dem Land und aus der Region möglich.“

Münsters Bahnhof vor der Eröffnung

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  • Handwerker erledigen letzte Arbeiten. Foto: Matthias Ahlke
  • Handwerker erledigen letzte Arbeiten. Foto: Oliver Werner
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