Haus vom Guten Hirten
Mit 50 als Altenpflegerin gestartet

Münster -

Kerstin Achenbach-Brinkjost hat es geschafft. Sie begann vor drei Jahren ihre Ausbildung zur Altenpflegerin und startet mit 50 im Pflegebereich Senioren im Haus vom Guten Hirten.

Donnerstag, 31.08.2017, 11:00 Uhr
Kerstin Achenbach-Brinkjost hat mit 50 Jahren ihre Ausbildung zur Altenpflegerin abgeschlossen. Im Haus vom Guten Hirten schätzt sie die familiäre Atmosphäre und verwöhnt Senioren auch mit Handmassagen.
Kerstin Achenbach-Brinkjost hat mit 50 Jahren ihre Ausbildung zur Altenpflegerin abgeschlossen. Im Haus vom Guten Hirten schätzt sie die familiäre Atmosphäre und verwöhnt Senioren auch mit Handmassagen. Foto: mm

„Meine Hände haben schwer gearbeitet“, sagt die Ordensfrau und lässt sich ihre Hände mit einem wohlriechenden Öl sanft massieren. „Das ist aber schön, wie Sie meine Hände streicheln“, lächelt die Schwester vom Guten Hirten entspannt Kerstin Achenbach-Brinkjost zu. Bei der 50-Jährigen ist sie in den besten Händen. Denn sie weiß, was alten Menschen gut tut. Sie versteht es, mit ihnen zu kommunizieren. Und gibt den ihr Anvertrauten das gute Gefühl, sicher und geborgen zu sein im Pflegebereich im Haus vom Guten Hirten – ein Haus mit vielen Möglichkeiten zum Wohnen und zur Entfaltung von Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder einer seelischen Einschränkung.

Kerstin Achenbach-Brinkjost ist Altenpflegerin – sozusagen eine Spätberufene. Ende März dieses Jahres hat sie ihre Ausbildung zur Altenpflegerin bestanden und abgeschlossen. Mit 47 Jahren hat sie sich zu diesem Schritt entschlossen und ist hellauf begeistert. „Ich lerne gerne etwas Neues, und die Ausbildung war einfach toll“, geht Kerstin Achenbach-Brinkjost voller Elan an die verantwortungsvolle Aufgabe heran, die Professionalität erfordert. „Der Mensch steht ganzheitlich im Mittelpunkt und wird dort abgeholt, wo er ist,“ sagt die Altenpflegerin. Die Ehefrau und Mutter zweiter erwachsener Kinder wohnt in Havixbeck und hat mit dem Ziel Lehramt studiert. Doch vor ihrem Examen hat sie sich anderes entschieden und machte sich selbstständig.

20 Plätze bietet der Pflegebereich an ihrem Arbeitsplatz, der auch für Senioren aus Mauritz offen ist. Durch Zufall ist sie in ihr neues Berufsfeld hereingerutscht, hatte sich als Fahrerin in der Tagespflege im Haus vom Guten Hirten beworben und kam in Kontakt mit den Tagesgästen. „Die Gemeinsamkeit und die fröhliche Stimmung haben mich angesteckt“, beschreibt sie ihren beruflichen Lebensweg.

Kerstin Achenbach-Brinkjost machte ein Praktikum in der Tagespflege. Es folgte eine Weiterbildung zur Betreuungsassistentin im Fachseminar für Altenpflege St. Franziskus. „Dort war ich sehr angetan von der Fachlichkeit, wie beispielsweise mit der Validation – einer Gesprächstechnik – demenziell erkrankten Menschen Sicherheit und Wertschätzung zuteil wird“, berichtet die 50-Jährige. Sodann entschloss sie sich für die dreijährige Ausbildung im Haus vom Guten Hirten. Praxis und Theorie machten ihr Fachwissen komplett. Zudem bringt sie mit 50 Lebenserfahrung mit, die sie in den Arbeitsalltag einfließen lässt, der von Geduld und Empathie geprägt ist.

Die christliche Grundeinstellung im Haus vom Guten Hirten lässt den zu betreuenden Menschen als Nächsten sehen. „Es ist ein toller Beruf und gerade für uns Ältere kann der Beruf eine Chance sein, ein erfülltes Arbeitsleben zu haben“, betont die 50-Jährige. Sie arbeitet in Teilzeit und nimmt sich Zeit, um mit den pflegebedürftigen Senioren unter anderem Spaziergänge oder Ausflüge zu unternehmen, Vorzulesen, Bewegungsangebote zu bieten sowie mit atemstimulierenden Massagen und Handmassagen für das Wohlbefinden von Körper und Geist zu sorgen.

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