Wohn- und Stadtbau: 200 neue Einheiten pro Jahr
Sechs Millionen Euro Überschuss

Münster -

Um dem Engpass auf dem münsterischen Wohnungsmarkt zu begegnen, will die städtische Gesellschaft Wohn- und Stadtbau in den nächsten fünf Jahren jährlich rund 200 neue Wohnungen bauen – samt Kitas und anderer Nutzungseinheiten. Das kündigte Geschäftsführerin Sandra Wehrmann am Donnerstag bei der Vorstellung der Bilanz für das vergangene Jahr an.

Donnerstag, 31.08.2017, 11:44 Uhr aktualisiert: 31.08.2017, 18:54 Uhr
69 öffentlich geförderte Mietwohnungen samt Zweigruppen-Kita und Tiefgarage – das Projekt an der Corrensstraße gehört zu den Neubaumaßnahmen der Wohn- und Stadtbau im Jahr 2016. Eine positive Bilanz stellten (kleines Foto v.l.) vor: Geschäftsführerin Sandra Wehrmann, Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Fastermann und Prokurist Sebastian Albers.
69 öffentlich geförderte Mietwohnungen samt Zweigruppen-Kita und Tiefgarage – das Projekt an der Corrensstraße gehört zu den Neubaumaßnahmen der Wohn- und Stadtbau im Jahr 2016. Eine positive Bilanz stellten (kleines Foto v.l.) vor: Geschäftsführerin Sandra Wehrmann, Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Fastermann und Prokurist Sebastian Albers. Foto: Wohn- und Stadtbau/hö

167 Wohnungen wurden danach im Jahr 2016 gebaut, 27 mehr als im Vorjahr – darunter 116 öffentlich geförderte Wohnungen, 18 frei finanzierte Mietwohnungen sowie 33 Eigentumswohnungen. „Wir haben rund die Hälfte aller öffentlich geförderten Wohnungen gebaut, die in Münster 2016 insgesamt errichtet wurden – das bei einem Marktanteil von rund vier Prozent“, unterstreicht Wehrmann.

Das kommunale Wohnungsunternehmen habe 2016 seinen Jahresüberschuss auf knapp über sechs Millionen Euro gesteigern können (2015: 5,89 Millionen Euro). Die Wohn- und Stadtbau verwaltete 2016 insgesamt 6 576 Wohnungen, davon 5 572 eigene.

Über die zahlreichen Neubauprojekte hinaus hat das Wohnungsunternehmen 2016 rund 6,2 Millionen Euro in die Instandhaltung und rund 600 000 Euro in Modernisierungen investiert. Trotz der hohen Investitionen sei die durchschnittliche Miete (ohne Betriebskosten) lediglich um zwei Prozent auf 5,36 Euro gestiegen und liege weit unter dem Mietspiegel, betonte Wehrmann. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Angebotsmiete betrug 2016 in Münster 9,35 Euro pro Quadratmeter – über acht Prozent mehr als im Jahr 2012. Mit gesteigertem Mitarbeiterstamm (86 Beschäftigte) habe man die Kapazitäten, 200 neue Einheiten pro Jahr zu bauen. „Zügig“, sollen die Konversionsflächen der ehemaligen York- und Oxfordkaserne bebaut werden. Zwischenergebnisse der Verhandlungen mit Bund und Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (Bima) wollte Wehrmann noch nicht nennen. Nur soviel: „Wir werden einen guten Konsens finden.“

Nicht zuletzt gehe es darum, den sozialen Auftrag zu erfüllen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, unterstrich Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Fastermann. Bereits jetzt stehen die Interessenten bei der Wohn- und Stadtbau Schlange. Wehrmann: „2016 hatten wir 4000 Interessenten, aber nur 360 frei werdende Wohnungen.“

Für das laufende Jahr rechnet die Wohn- und Stadtbau mit einem noch besseren Jahresergebnis. Grund seien steigende Verkaufserlöse. In diesem Jahr sollen voraussichtlich 150 Wohnungen, Räume für sechs Kita-Gruppen und eine Flüchtlingsunterkunft für 50 Personen am Wange­roogeweg fertig werden. Eine weitere Entlastung auf dem Wohnungsmarkt erwartet die Wohn- und Stadtbau mit der Fertigstellung von knapp 100 Wohnungen beim Projekt York-Höfe auf dem alten TÜV-Gelände.

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