Krankenhaus-Erweiterung
Attraktive Zimmer für Kinder und Eltern

Münster -

Die Kinder- und Jugendmedizin am Franziskus-Hospital bekommt größere Räume und mehr Platz. Bis 2024 soll zwei Geschosse aufgestockt und der Altbau saniert werden. Rund 25 Prozent der Baukosten von knapp 13 Millionen Euro sollen durch Spenden gedeckt werden. Eine Kampagne ist gut angelaufen.

Donnerstag, 31.08.2017, 21:00 Uhr
Die Pläne sind fertig und der Kran steht (v.l.): Dr. Florian Ulrichs, Dr. Ansgar Klemann, Leonard Decker, Burkhard Nolte, Architekt Thorsten Gohrbandt, Prof. Michael Möllmann und Dr. Michael Böswald
Die Pläne sind fertig und der Kran steht (v.l.): Dr. Florian Ulrichs, Dr. Ansgar Klemann, Leonard Decker, Burkhard Nolte, Architekt Thorsten Gohrbandt, Prof. Dr. Michael Möllmann und Dr. Michael Böswald Foto: hpe

Der Baukran ist endlich im rechtwinkligen Innenhof aufgestellt, am Donnerstag fiel nun der Startschuss für die Erweiterung und Sanierung der Kinder- und Jugendmedizin am St.-Franziskus-Hospital. In vier Bauabschnitten sollen bis 2024 zwei Geschosse aufgestockt und der Altbau modernisiert werden. Bereits Ende 2018 sollen die ersten 16 Maxi-Patientenzimmer bezugsfertig sein.

Vierbett-Zimmer für kleine Patienten wird es künftig nicht mehr geben, die Regel soll die Ein- und Zweibettunterbringung sein. Eltern, die fast immer bei ihren kranken Kindern übernachten, müssen sich künftig kein Notbett mehr besorgen, sondern bekommen auf den deutlich größeren Zimmern eine optimale Schlafmöglichkeit geboten. Es wird Spielecken, lernunterstützende Spielgeräte, farbenfroh gestaltete Wände und Stillzimmer geben. Am Ende aller Arbeiten werde man zwar nicht viel mehr, aber deutlich attraktivere Zimmer haben.

„Einfach mehr Raum für das Gesundwerden“, so Intensiv-Mediziner Dr. Florian Ulrichs. „Menschliche Nähe bleibt das wichtigste Heilmittel. Besonders Kinder und Jugendliche brauchen diese Nähe ihrer Familie, um wieder gesund zu werden“, glaubt Chefarzt Dr. Michael Böswald.

Die bauliche Ausstattung im Franziskus, wo im Jahr rund 3500 Kinder- und Jugendliche stationär medizinisch versorgt werden, entspricht „nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Kinderklinik“, so Böswald. Räume sind zu eng, Zimmer klein und nüchtern, die Wege weit.

Der knapp 13 Millionen Euro teure Bau soll zu einem Viertel aus Spendengeldern finanziert werden. Die Kampagne „Mehr Raum für Nähe“ hat bislang einen „unteren sechsstelligen Betrag“ erbracht, so eine Sprecherin. „Die Standards sind gesichert, mit den Spenden schaffen wir Wohlfühlatmosphäre“, so Böswald.

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