Internationales Weltfriedenstreffen
Unterwegs auf Wegen des Friedens

Münster -

Rund 5000 Besucher aus aller Welt werden vom 10. bis zum 12. September zum Weltfriedenstreffen erwartet. Der Auftakt findet in Münster statt, der Abschluss in Osnabrück.

Montag, 04.09.2017, 21:00 Uhr
Freuen sich auf das Weltfriedenstreffen:  (v.l.) Prof. Klaus Reder, Bischof Felix Genn, Prof. Alberto Quattrucci und Bischof Franz-Josef Bode.
Freuen sich auf das Weltfriedenstreffen:  (v.l.) Prof. Klaus Reder, Bischof Felix Genn, Prof. Alberto Quattrucci und Bischof Franz-Josef Bode. Foto: Wilfried Gerharz

Viele Wege führen nach Münster. Und ebenso viele wieder hinaus. All die Frauen und Männer, die es am nächsten Wochenende aus der ganzen Welt in die Westfalenmetropole und dann weiter noch nach Osnabrück zieht, sind auf besonderen Pfaden unterwegs – sie beschreiten „Wege des Friedens“. So ist das internationale Friedenstreffen überschrieben, zu dem die Bistümer Münster und Osnabrück zusammen mit der Gemeinschaft Sant’ Egidio vom 10. bis zum 12. September einladen. Zum Auftakt wird am Sonntagnachmittag auch Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Halle Münsterland erwartet.

Angela Merkel in der Halle Münsterland

Die Veranstaltung, so merkt Münsters Bischof Felix Genn am Montag bei der Vorstellung des Programms an, sei eine wichtige Botschaft des Friedens nach außen. Er freut sich auf einen Austausch, der sich nicht auf Worte beschränken soll: „Der besondere Geist und konkrete Inhalte“, so kündigt er an, würden die Teilnehmer in ihre Heimat mitnehmen und vor Ort leben und umsetzen. Dazu zählt auch der Friedensappell, der im Lauf der vier Tage des Weltfriedenstreffens entsteht.

5000 Besucher erwartet

Am Samstag (9. September) läutet ein Gottesdienst um 18.30 Uhr im Paulus-Dom das Weltfriedenstreffen ein – insgesamt rechnen die Organisatoren mit rund 5000 Besuchern an allen Veranstaltungstagen in Münster und Osnabrück. Während Münster den Rahmen für den Auftakt des Treffens bildet, ist Osnabrück am Dienstag (12. September) Ort für den offiziellen Abschluss. So werden die Besucher nach Friedensgebeten unterschiedlicher religiöser Traditionen in einem Sternmarsch zum Marktplatz ziehen. Dort wird der Friedensappell offiziell unterzeichnet und in die Welt geschickt.

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Es sei ein großes, gemeinsames Anliegen, unterstreicht auch Osnabrücks Bischof Franz-Josef Bode, dass sich Vertreter aller Religionen gemeinsam für den Frieden einsetzen: „Christen, Juden, Muslime, indische und asiatische Religionen stehen im Dialog, werben für Respekt voreinander.“ Nur so gebe es eine Chance für eine friedliche Zukunft.

Christen, Juden, Muslime, indische und asiatische Religionen stehen im Dialog, werben für Respekt voreinander.

Franz-Josef Bode

Prof. Klaus Reder (Vorsitzender Sant’ Egidio Deutschland) und Prof. Alberto Quattrucci (Generalsekretär) werten das Weltfriedenstreffen schon jetzt als das „wichtigste Ereignis für den Frieden in diesem Jahr“. Anmeldungen zu den Veranstaltungen sind möglich unter friedenstreffen2017@santegidio.de, das Programm findet sich unter

Kommentar zum Thema

Das Weltfriedenstreffen, das im September in Münster und Osnabrück stattfindet, schärft das Profil der Städte des Westfälischen Friedens. Doch das ist allenfalls ein willkommener Nebeneffekt der international besetzten Veranstaltung. Denn in diesen unruhigen und bewegten Zeiten mit Krieg und Krisenherden rund um den Globus nimmt hier zu Lande spürbar der Wunsch nach Ruhe, Frieden und Geborgenheit zu. Dabei hilft der Austausch von Religionen und Kulturen, wie er sich im Programm des Weltfriedenstreffens findet.

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurden auch hier Menschen, die sich über das Thema Frieden in Gesprächskreisen austauschten und auf vergessene Konflikte hinwiesen, milde belächelt oder als Friedensbewegte abgestempelt. Inzwischen scheint den meisten klar zu sein, dass der Erhalt von Frieden Mühe und Einsatz auf vielfältige Art und Weise erfordert. Da ist der interreligiöse Dialog wichtiger denn je.

Und vielleicht hilft der Geist dieses Treffens dabei, Münster schon jetzt die Inspiration, Kraft und Bedeutung des Katholikentags 2018 erahnen zu lassen. - Dirk Anger

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