Unternehmen im Münsterland setzen auf Angela Merkel
„Schulz-Zug“ fährt nicht zum Mittelstand

Münster -

Geht es nach den mittelständischen Unter­nehmern im Münsterland, dann bleibt Angela Merkel Bundeskanzlerin – 55,5 Prozent der Firmen ­sprachen sich in einer Umfrage unserer Zeitung für die CDU-Chefin aus. „Und dies trotz ihrer nicht unbedingt immer mittelstandsfreund­lichen Politik“, sagt Bernd Adama-schek, Leiter der Wirtschaftsregion Westfalen des Bundesverbands der mittelständischen Wirtschaft (BVMW). Der BVMW hat die von Krämer ­Marktforschung durchgeführte Umfrage initiiert. 

Samstag, 09.09.2017, 07:10 Uhr aktualisiert: 09.09.2017, 10:18 Uhr
Unternehmen im Münsterland setzen auf Angela Merkel: „Schulz-Zug“ fährt nicht zum Mittelstand
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz bei einem Wahlkampfauftritt an der Stubengasse in Münster. Für die mittelständischen Unter­nehmen im Münsterland ist Angela Merkel die klar favorisierte Kandidatin. Foto: Oliver Werner

Es sei eben auch eine Frage der Alternative, so Adamaschek. Denn: Nur ganze sieben Prozent der befragten Unter­nehmer sähen lieber den SPD-Mann Martin Schulz im Kanzleramt. Für den „Schulz-Zug“ führt kein Gleis zu den Mittelständlern. „Schulz‘ ganzer Wahlkampf ist auf das Thema ­Gerechtigkeit ausgerichtet – da fragen sich Mittelständler: Was sollen wir denn noch ­alles bezahlen?“, erklärt Adamaschek.

 

Wahlkampfauftritt von Martin Schulz in Münster

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  • Wahlkampfauftritt von Martin Schulz in Münster Foto: Oliver Werner
  • Wahlkampfauftritt von Martin Schulz in Münster Foto: Oliver Werner
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  • Wahlkampfauftritt von Martin Schulz in Münster Foto: Oliver Werner
  • Wahlkampfauftritt von Martin Schulz in Münster Foto: Oliver Werner

 

Die Umfrage

Die Ergebnisse der Konjunkturumfrage unserer Zeitung werden heute ­bereits zum 15. Mal ver­öffentlicht. In regelmäßigen Abständen befragt die Krämer Marktforschung aus Münster dafür rund 200 mittelständische Betriebe im Münsterland zur wirtschaftlichen Entwicklung und zu den Erwartungen. Zudem werden auch aktuelle (wirtschafts-) politische und regionale Themen abgefragt. Initiator der Umfrage ist der Bundesverband mittelständische Wirtschaft.

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Rückkehr der Liberalen in den Bundestag erwünscht

Überwältigende Zustimmung gibt es dagegen bei den mittelständischen Un­ter­nehmern für einen Wiedereinzug der FDP in den Bundestag: 64,5 Prozent der Befragten wünschen sich die Rückkehr der Liberalen. Mehr als 56 Prozent erhoffen sich von einer schwarz- ­gelben Koalition die mittelstandsfreundlichste Wirtschaftspolitik – bei Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern sind es sogar 83 Prozent. Zum Vergleich: Schwarz-Rot wünschen sich insgesamt nur 12,5 Prozent. Völlig abgeschlagen in der Gunst der Mittelständler sind alle Koalitionen mit den Grünen: drei Prozent für Schwarz-Gelb-Grün, 3,5 Prozent für Rot-Grün. Schlechter schneidet nur noch ­Rot-Rot-Grün ab (ein Prozent). Unentschlossen waren 23,5 Prozent.

Aber welche Themen stehen im Fokus einer mittelstandsfreundlichen Politik? 88 Prozent legten den Schwerpunkt auf Steuern und Abgaben. Mit 97 Prozent war dieses Thema für Handwerker besonders wichtig. Auch die Bildung wurde mit 83,5 Prozent als entscheidend gewertet. Wichtig waren den Unternehmern zudem Verkehr/Infrastruktur (67 Prozent) und Energiepolitik (66 Prozent).

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Hoffnung liegt auf schwarz-gelber Landesregierung

Ausgezahlt haben sich derweil offenbar die ersten regionalpolitischen Signale der neuen NRW-Landes­regierung wie die demons­trative erste Kabinetts­sitzung in Münster . Immerhin 41,5 Prozent der Unternehmer glauben, dass der westfälische Landesteil unter der neuen schwarz-gelben Regierung wirtschaftspolitisch mehr unterstützt wird, 23,5 Prozent erwarten dies nicht. Gut ein Drittel ist unentschlossen.

Zwar erwarten 55 Prozent der Unternehmen, dass der zunehmende Konflikt mit der Türkei (volks-)wirtschaftliche Auswirkungen haben wird. „Aber vor einem Jahr er­warteten das noch 70 Prozent – obwohl der Konflikt damals noch bei Weitem nicht so weit eskaliert war“, sagt Adamaschek.

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