Die Kandidatin und ihr Lieblingsfoto: Maria Klein-Schmeink liebt das Bergsteigen
Sie ist gerne Gipfelstürmerin

Münster -

Maria Klein-Schmeink mag das Bergsteigen – und sie mag die Alpen. Ihr Lieblingsfoto ist entstanden, nachdem sie den Gipfel des 3023 Meter hohen Wilden Mannle erklommen hat. Stolz posiert sie neben der Madonna, die hier aufgestellt wurde, derweil ihr ein frischer Wind ins Gesicht weht.

Dienstag, 12.09.2017, 10:30 Uhr
Maria Klein-Schmeink  auf dem Gipfel des 3023 Meter hohen „wilden Mannle“ in Österreich. Die grüne Bundestagabgeordnete liebt beim Bergsteigen die Erhabenheit der Natur.
Maria Klein-Schmeink  auf dem Gipfel des 3023 Meter hohen „wilden Mannle“ in Österreich. Die grüne Bundestagabgeordnete liebt beim Bergsteigen die Erhabenheit der Natur. Foto: Privat

Maria Klein-Schmeink mag den Gipfel. Zum einen wegen der Madonna. Zum anderen wegen der grandiosen Aufsicht auf die Waldspitze, mit 3768 Meter der zweithöchste Berg in Österreich. „Die Wildspitze ist der erste alpine Gipfel, den ich bestiege habe.“ Das war im Sommer 2009, also nur wenige Wochen vor ihrem Einzug als Grüne in den Deutschen Bundestag. Seitdem macht Maria Klein-Schmeink Politik in Berlin und besteigt Berge in den Alpen.

Niemals alleine

Am Bergsteigen mag sie die „Erhabenheit der Natur“, die Reduzierung des Lebens auf das Entscheidende: „Was braucht man zum Überleben? Wasser, etwas zu essen, Wetterschutz und einen guten Bergführer.“ Nie würde sie allein einen Berg besteigen, fügt sie hinzu. Das klingt ein bisschen wie: Nie würde ich Politik für mich allein machen.

Klimaschutz live

Die ausgewiesene Sozialpolitikerin Maria Klein-Schmeink weiß, was es heißt, sich in größer Höhe zu bewegen: „Die Luft wird dünn.“ Bei alpinen Touren in der Schweiz jenseits der 4000-Meter-Grenze hat sie das schon sehr deutlich gespürt.

Auch beim Thema Klimaschutz findet die Münsteranerin in den Alpen reichlich Anschauungsmaterial. „Selbst in der kurzen Zeit, in der ich in den Alpen unterwegs bin, konnte ich den Rückgang der Gletscher miterleben.“ Besonders in den Bergen spüre sie „die Fragilität unseres Öko-Systems“. Klimaschutz sei nicht länger ein Randthema der Politik, sondern eine wichtige Überlebensstrategie. Sollte beispielsweise der Permafrost aus dem Hochgebirge verschwinden, werde es noch viel öfter zu Bergrutschen und Schlammlawinen kommen.

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Wenn man versucht, eine Querverbindung zwischen dem Bergsteigen und der Politik zu schlagen, dann ist man ganz schnell beim Wort „Seilschaft“. Teil einer Seilschaft zu sein, ist in der Politik verpönt. In den Bergen definiert die grüne Bundestagskandidatin das Wort ganz neu: „Mann mus sich in der Gruppe vertrauen können und sich gegenseitig Hilfe leisten.“

Regelmäßige Rückkehr in die Heimat

Man müsse überdies auch Vertrauen zum Bergführer haben. Vertrauen umschreibt aber für sie nicht blindes Vertrauen, sondern eher die Fähigkeit, „die Kompetenz und Erfahrung eines anderen“ einschätzen zu können. Als Politikerin verspürt Maria Klein-Schmeink im Urlaub regelmäßig das Bedürfnis, Berge zu besteigen. Als Parlamentarierin derweil ist es für sie wichtig , Berlin regelmäßig auch wieder zu verlassen und in die Heimat nach Münster zurückzukehren, „Hier ist die Gangart eine andere, in Berlin fehlt mir der Bezug zu einem Ort.“

Womit klar ist: Zum Parlamentarismus gehört das Pendeln, zu dem Bergsteiger die Erkenntnis: Zum Gipfelerlebnis gehört der Aufstieg ebenso wie der Abstieg.

Maria Klein-Schmeink im Kurzporträt

► Partei: Bündnis 90 / Die Grünen

► Alter: 59

► Beruf: Soziologin

► Familienstand/Kinder: Ledig, eine Tochter

► Hobbys: Radfahren, Bergwandern, Joggen, Lesen

► Wohnhaft in Münster sei: 1977

► Politisches Vorbild: Bärbel Höhn

► Lieblingsbuch: Mitternachtskinder von Salman Rushdie

► Lieblingsgericht: Kürbissuppe

► Lieblingsort in Münster: Cinema, Warendorfer Straße

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