Absagen an Freunde gehören dazu
Charlotte Post engagiert sich erstmals im Wahlkampf

Münster -

Den letzten Kick, sich für eine Partei zu engagieren, bekam Charlotte Post 2016 nach den drei Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. „Dass die AfD dort jeweils ein zweistelliges Wahlergebnis erzielen konnte, war für mich ein Schock und das Signal, sich politisch zu engagieren“, erklärt die 21-Jährige. Also trat sie im März 2016 den Jusos, der Jugendorganisation der SPD, bei und engagiert sich bei der Bundestagswahl zum ersten Mal im Wahlkampf.

Dienstag, 12.09.2017, 09:00 Uhr
Charlotte Post arbeitet bei den Jusos mit.
Charlotte Post arbeitet bei den Jusos mit. Foto: Daniel König

Die Entscheidung für die Jusos fiel ihr nicht schwer, identifiziert sie sich doch klar mit den Parteigrundsätzen. „Ganz besonders wichtig sind mir dabei die Themen Bildung, Europapolitik und Gleichstellung“, sagt sie. Nun also hilft sie auch im Wahlkampf mit, damit die SPD in zwei Wochen eine erfolgreiche Wahl erlebt. Gerne hätte sie das auch schon vor der Landtagswahl im Mai getan, da stand jedoch ein Erasmus-Semester in Zürich im Weg.

Tage gut durchstrukturiert

Dass es durch das Studium (Jura im siebten Semester) auch mal sein kann, dass sie keine Zeit hat, um an einer Aktion teilzunehmen, verwundert nicht, aber „wenn es dann zu viel werden sollte, ist es auch okay, wenn man mal kürzertritt“. Gerade jetzt im Wahlkampf müsse der Tag aber gut durchstrukturiert sein, sagt Post. Da bleibt es nicht aus, dass sie auch mal Treffen mit Freunden absagen beziehungsweise umlegen muss, um an Aktionen teilzunehmen. Im Vordergrund stehen dabei der Tür-zu-Tür-Wahlkampf, Flyer-Aktionen und Infostände. Auch über die sozialen Netzwerke betreibt das Team durchaus Wahlkampf.

Tür-zu-Tür-Wahlkampf gefällt am besten

„Am meisten Spaß macht mir aber der Tür-zu-Tür-Wahlkampf. Dort kommt man mit vielen anderen Menschen in Kontakt und ins Gespräch, das bringt einen auch persönlich weiter“, meint Charlotte Post, die in Münster geboren und aufgewachsen ist.

Wenn sie dann mal einen Tag lang an einem Infostand gearbeitet hat, ist die Erschöpfung physisch und mental aber spürbar: „Es ist schon anstrengend, wenn man die ganze Zeit aufmerksam bleiben muss, vor allem im Gespräch mit Passanten.“

Bis zur Wahl stehen aber für alle noch knapp zwei Wochen harte Arbeit an, für fast alle: „Die Woche vor der Bundestagswahl fahre ich noch in den Urlaub“, sagt Charlotte Post schmunzelnd.

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