Nach tödlichem Unfall
Prozess gegen FDP-Politiker Alvaro eingestellt

Köln/Münster -

Der Prozess gegen den FDP-Politiker Alexander Alvaro wegen eines tödlichen Verkehrsunfalls, bei dem 2013 ein junger Mann aus Münster ums Leben kam, ist am Donnerstag eingestellt worden - unter Auflagen.  

Freitag, 15.09.2017, 07:58 Uhr aktualisiert: 15.09.2017, 08:00 Uhr
Nach tödlichem Unfall: Prozess gegen FDP-Politiker Alvaro eingestellt
Der ehemalige Europa-Abgeordnete der FDP, Alexander Alvaro (r), steht im Landgericht in Köln neben seinem Anwalt. Foto: dpa

Als Auflage müsse Alvaro 10.000 Euro an die Eltern des toten 21-Jährigen und 5000 Euro an einen Verletzten zahlen, sagte ein Sprecher des Landgerichts Köln.

Der in Bonn geborene Alvaro war wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Die Staatsanwaltschaft warf dem ehemaligen Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments vor, am 22. Februar 2013 auf der Autobahn 1 in ein bereits verunglücktes Auto gerast zu sein. Dessen Fahrer starb, seine beiden Mitfahrer wurden - wie auch Alvaro - schwer verletzt.

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Infolge seiner Verletzungen konnte sich der Alvaro nicht mehr an das Unfallgeschehen erinnern.

2011 hatte der 42-Jährige zusammen mit Alexander Graf Lambsdorff die neue Doppelspitze der FDP im Europaparlament gebildet. Nach dem schweren Unfall trat er jedoch nicht wieder an. Er arbeitet heute als selbstständiger Berater in Düsseldorf.

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