Podiumsdiskussion
Flüchtlingen eine Heimat bieten

Münster -

Zwischen Willkommenskultur und rechten Parolen: Über Flüchtlinge und deren Rechte und Pflicht ins Gespräch kommen ist wichtig. Das findet zumindest der Runde Tisch „Münster für ein humanitäres Bleiberecht“.

Donnerstag, 14.09.2017, 23:00 Uhr
Alexandra Hippchen (l.) und Gabriele Markerth haben die Podiumsdiskussion organisiert.
Alexandra Hippchen (l.) und Gabriele Markerth haben die Podiumsdiskussion organisiert. Foto: Anna Spliethoff

Kann Deutschland für Flüchtlinge eine neue Heimat werden oder nicht? Um diese Frage dreht sich eine Podiumsdiskussion, die am 21. September im Saal der Bezirksregierung stattfindet. Sie trägt den Titel „(K)eine neue Heimat – Menschenwürde zweiter Klasse für Flüchtlinge“. Veranstalter ist der Runde Tisch „Münster für ein humanitäres Bleiberecht“.

Unser Ziel ist es, dass Menschen mit schlechtem Aufenthaltsstatus in Münster bleiben können.

Alexandra Hippchen

„Unser Ziel ist es, dass Menschen mit schlechtem Aufenthaltsstatus in Münster bleiben können“, erklärt Alexandra Hippchen die Arbeit des Runden Tisches. Vertreten sind dort 15 Akteure – darunter die Stadt Münster, evangelische und katholische Kirche, die Handwerkskammer, die Uni und die Fachhochschule.

Münster eine Insel

Münster sei eine Insel, „was die Zivilgesellschaft und die Verwaltung betrifft“, wie Organisatorin Gabriele Markerth verdeutlichte. Trotzdem müsse man über Abschiebungen und vor allem über politische Entwicklungen sprechen. „Politische Interventionen gelten zunehmend der Abschottung, nicht dem Schutz der Flüchtlinge“, kritisiert Markerth. Dem wolle man entgegenwirken. Außerdem will der Runde Tisch Flüchtlinge bei der Suche nach Arbeit unterstützen, damit sie im Anschluss in Deutschland bleiben können.

Zwei Vorträge zur Situation

Am 21. September gibt es zwei Vorträge zur Situation der Flüchtlinge in Deutschland sowie zu Jugendlichen Flüchtlingen. Im Anschluss diskutieren Mediziner und Flüchtlingshelfer gemeinsam mit den Besuchern. Markerth betonte: „Das sind zwei Stunden, da kann man nicht die Welt oder Gesetze verändern, aber man kann ins Gespräch kommen.“ Das sei ein wichtiger Anfang.

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