Neues Leben in der Uni-Villa Jordaan
Nach Umbau bald wieder Tagungen im Landhaus Jordaan in Wettringen

Münster/Wettringen -

Das Leben wird bald in die Villa Jordaan auf dem Rothenberg zurückkehren. Nachdem das Landhaus der Universität Münster 2012 aus Brandschutzgründen geschlossen werden musste, hat es lange gedauert, bis die Problematik gelöst und die Finanzierung gesichert war. Im Herbst 2016 begannen die Umbau- und Renovierungsmaßnahmen am und im Gebäude – und stehen nun vor dem Abschluss.

Freitag, 15.09.2017, 06:00 Uhr aktualisiert: 15.09.2017, 06:02 Uhr
Vertreter von Universität und Universitätsgesellschaft freuen sich mit den Architekten, dass die Villa Jordaan bald wieder als tagungsstätte genutzt werden kann.
Vertreter von Universität und Universitätsgesellschaft freuen sich mit den Architekten, dass die Villa Jordaan bald wieder als tagungsstätte genutzt werden kann. Foto: Wolfgang Attermeyer

Entsprechend erfreut präsentierte die Universitätsgesellschaft Münster den Zwischenstand der Arbeiten. Seit 1962 vermietet die Bertha-Jordaan-van-Heek-Stiftung die Villa mit Parkanlage an die Universitätsgesellschaft, die das Anwesen für die Westfälische Wilhelms-Universität (WWU) Münster als Tagungsstätte mit Übernachtungsmöglichkeit für etwa 30 Personen für mehrtägige Seminare unterhält. Bereits im November sollen die ersten Veranstaltungen wieder dort stattfinden.

Eine geniale Lösung

Rund 970.000 Euro haben die Beteiligten in den vergangenen Jahren gesammelt, darunter sind auch Eigenmittel, Spenden und Fördergelder. In Zusammenarbeit mit der Stiftung und dem münsterischen Architekturbüro Pfeiffer-Ellermann-Preckel wurde 2015 eine „geniale Lösung“ für die Brandschutzproblematik gefunden, so Paul-Josef Patt, Vorsitzender der Universitätsgesellschaft. Innerhalb des Gebäudes entstand an der Stelle eines ehemaligen Aufzugschachtes das geforderte Fluchttreppenhaus.

Neue Bäder und Böden

Darüber hinaus sind umfangreiche Renovierungsmaßnahmen umgesetzt worden, um den Anforderungen eines modernen Seminarbetriebs gerecht zu werden: eine neue Küche, sanierte Bäder und Toiletten sowie neue Teppich- und Holzböden. Auch denkmalschutzbedingte Maßnahmen waren dank zugesagter Fördermittel möglich, dazu wurden Undichtigkeiten am Dach beseitigt.

Wir haben hier eine Perle, die wir für die nächsten 100 oder 200 Jahre erhalten können.

Karin Geißler

Karin Geißler von der Bezirksregierung schilderte, dass man dank der Einstufung der Villa als „überregional bedeutsam“ die Möglichkeit auf Bundesmittel erhalten habe. „Wir haben hier eine Perle, die wir für die nächsten 100 oder 200 Jahre erhalten können.“

Studieren im klassischen Seminar

Den Anfang macht auf jeden Fall die WWU. Sie verpflichtet sich vertraglich für die nächsten 30 Jahre mit Option auf weitere 20, „den Bestand und Betrieb der Villa Jordaan sicherzustellen“, sagte Uni-Kanzler Matthias Schwarte. In der Villa wolle man Studierenden die Gelegenheit zum klassischen Seminar bieten, schon allein wegen des Formats und Umfelds des Hauses.

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