Programm „Lucky Man“
So war der Auftritt von Comedian Luke Mockridge in Münster

Münster -

Luke Mockridge ist aus Kinder- und Jugendzeit heile ins Erwachsenen-Alter hinübergewechselt. Wie er sich nun als „Lucky Man“ fühlt, das erzählte er in der ausverkauften Halle Münsterland.

Freitag, 15.09.2017, 14:45 Uhr aktualisiert: 15.09.2017, 15:20 Uhr
Ein glücklicher Mann: Comedian Luke Mockridge bei seinem Gastspiel in der Halle Münsterland.
Ein glücklicher Mann: Comedian Luke Mockridge bei seinem Gastspiel in der Halle Münsterland. Foto: Arndt Zinkant

Wenn die Komik aus der Pubertät herauswächst, kann das sehr witzig sein – für alle Beteiligten. Für Luke Mockridge, der sich mit seinen nun 28 Jahren endlich als Erwachsener fühlt (weshalb sein Programm „Lucky Man“ heißt – mit Betonung auf „Man“). Und auch für die komplett gefüllte Große Halle Münsterland, die seinen überbordenden Späßen zwischen Kinderzimmer und Studenten-WG mit Riesenspaß lauschte.

Der erfolgreiche Durchstarter der Comedy-Branche hatte alle im Griff. Es war allerdings besser, nicht zu jenen „Millennials“ zu gehören, die Lukes coole Kindheit in den Neunzigern qua später Geburt verpasst hatten. Die sind bekanntlich mit Teletubbies aufgewachsen und bekamen während des Abends öfters ihr „Baby-Fett“ weg. Und ältere Semester hatte der junge Mann mit dem Acht-Tage-Bart ohnehin nicht auf dem Schirm.

„Wo kommt ihr her? Was macht ihr so?“

Anfangs absolvierte Mockridge das übliche Schäkern mit der ersten Reihe, das mit 15 Minuten ein wenig zu lang ausfiel. „Wo kommt ihr her? Was macht ihr so?“ Augenärztin, Ökotrophologin, aha, aha. Dann saß da noch der 13-jährige Giuliano, der bei – vermeintlich – unverständlichen Erwachsenen-Witzen ein Schoko-Bonbon zugeworfen kriegte. Da flogen so manche Glitzerkügelchen von der Bühne. Der Weg von der Kinderstube über die Pubertäts-Akne bis zum zünftigen Studenten-Suff verlief ganz chronologisch. Erst erzählte Luke von sich und seinen fünf (!) Brüdern, die sich um die mütterliche Aufmerksamkeit rangelten. Mit fabelhaften Pausenclown-Qualitäten rückte der Comedian danach den Schrecken der Schulbank zu Leibe. Mit Gruppen-Referat, Kreide-Beschaffungs-Aufträgen und seiner Band „Sprengstoff“, die Misserfolg vermutlich dem Namen verdankte.

Stereotypen und Jugend-Klischees

Das Handwerk hat Luke Mockrigde drauf. Er erzählt keine Witze – er parodiert Stereotypen und Jugend-Klischees, die alle kennen. Das kann zum Beispiel eine Studentin sein, die ihre Sorgten „wegtanzen“ möchte.

Im zweiten Teil legt er an Klavier und Gitarre tolle Parodien der deutschen Singer-Songwriter vor. Oder eine morbide „Falco“-Version von Hänschenklein. Und am Ende beklagte der junge Mann die dumme Prahlsucht im Internet, das mit dem echten Leben nichts zu tun habe. Ganz schön erwachsen klang das.

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