70.000 Mal Briefwahl beantragt
Viele Münsteraner wollen schon jetzt wählen

Münster -

Schon eine Woche vor der Bundestagswahl am 24. September sind in Münster mehr Briefwahlunterlagen ausgegeben worden als zur Wahl 2013.

Sonntag, 17.09.2017, 11:00 Uhr
Im Hauptwahlbüro am Platz des Westfälischen Friedens ist der Andrang durchgehend sehr groß. 70 000 Münsteraner haben bereits Briefwahl beantragt, 48 000 Senden sind bereits rausgegangen.
Im Hauptwahlbüro am Platz des Westfälischen Friedens ist der Andrang durchgehend sehr groß. 70 000 Münsteraner haben bereits Briefwahl beantragt, 48 000 Senden sind bereits rausgegangen. Foto: Matthias Ahlke

Allein 48.000 Briefsendungen sind vom Wahlamt auf den Postweg gebracht worden – in Münster, in Deutschland und weltweit ins Ausland, wie das städtische Presseamt schreibt. Viele Wahlscheine gingen in die Schweiz und weitere europäische Staaten, aber auch in Neuseeland oder in Shanghai, Yokohama, Okinawa, Singapur und Pnomh Penh wählen Münsteranerinnen und Münsteraner den 19. Bundestag. Afrika ist mit Sambia, Uganda, Nairobi in Kenia und Kapstadt in Südafrika vertreten.

Die Zahl der inzwischen beantragten Briefwahlunterlagen ist mit fast 70.000 extrem hoch. Münsteranerinnen und Münsteraner haben inzwischen Briefwahlunterlagen für die Bundestagswahl am 24. September angefordert. Damit sei ein neuer Rekordwert zu erwarten, berichtet Martin Gudorf vom städtischen Wahlamt.

Neuer Rekordwert erwartet

Viele Wahlbriefe seien allerdings noch nicht wieder im Wahlamt eingetroffen. „Wichtig ist“, so Gudorf, „dass die roten Wahlbriefe so rechtzeitig zur Post gegeben werden, dass sie noch in der Woche vor der Wahl beim Wahlamt eingehen.“

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Grundsätzlich besteht noch bis zum kommenden Freitag (22. September) um 18 Uhr die Möglichkeit, per Briefwahl zu wählen. Wer ganz sicher gehen möchte, dass sein Stimmzettel rechtzeitig im Wahlamt eingeht, sollte in der Woche vom 18. bis 22. September direkt im Hauptwahlbüro im Stadthaus 1, (Eingang: Platz des Westfälischen Friedens / Rathausinnenhof) wählen.

Mitzubringen sind die Wahlbenachrichtigung und ein gültiger Personalausweis oder Pass. Wahlbriefe können auch in die Briefkästen der Stadthäuser, der Bezirksverwaltungen und der Bürgerbüros in Gremmendorf und Gievenbeck eingeworfen werden. Das empfiehlt sich besonders zum Ende der Woche, denn diese städtischen Briefkästen werden auf jeden Fall am Wahltag um 16 Uhr geleert. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, am Wahlsonntag, 24. September die Wahlbriefe noch bis 18 Uhr persönlich im Stadtweinhaus am Prinzipalmarkt abzugeben. Das Wahlamt ist für Rückfragen telefonisch unter 0251/ 492-3390 zu erreichen.

Keinen Antrag ohne Briefmarke verschicken

Wer die Briefwahlunterlagen anfordern möchte, sollte auf jeden Fall den „Antrag auf Erteilung eines Wahlscheines“, der sich auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung befindet, nicht einfach so in den Postkasten einwerfen. In diesem Fall nämlich stellt die Post die Wahlbenachrichtigung ein zweites Mal zu, wie es jetzt einer Leserin unserer Zeitung passiert ist. Vielmehr muss der Antrag in einen Briefumschlag gepackt werden. Der verschlossene und mit 70 Cent frankierte Brief geht dann an: Stadt Münster, Wahlamt, 48127 Münster. Immer wieder, so heißt es bei der Stadt, gebe es Irritationen in dieser Angelegenheit. Neben dem Post kann man den Wahlschein auch Online anfordern.  kb

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