„Eigenständigkeit erhalten“
Espa-Berufskolleg kämpft ums Profil

Münster -

Bethel will das Espa-Berufskolleg nicht mehr, daran ist wohl nicht mehr zu rütteln. Die Stadt hingegen will. Aber wäre es dann noch die Espa?

Mittwoch, 27.09.2017, 19:04 Uhr aktualisiert: 29.09.2017, 22:01 Uhr
Schulleiter Norbert Göttker sorgt sich um die Eigenständigkeit des Espa-Berufskollegs in städtischer Trägerschaft.
Schulleiter Norbert Göttker sorgt sich um die Eigenständigkeit des Espa-Berufskollegs in städtischer Trägerschaft. Foto: spe

Im Espa-Berufskolleg an der Coerdestraße stehen die Zeichen auf Sturm: Die Schülerschaft gibt auf Transparenten im und am Gebäude deutlich zu verstehen, dass sie den angekündigten Rückzug des Schulträgers Bethel empörend findet. „Die Stimmung ist kämpferisch“, sagt Norbert Göttker, „ein Zeichen für die große Verbundenheit mit der eigenen Schule“.

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Göttker, seit Anfang des Jahres kommissarischer Schulleiter und Vorsitzender des „Bundesverbands evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (BeA)“, macht sich wenig Hoffnungen, dass sich doch noch ein kirchlicher Schulträger finden lässt. Er setzt vor allem darauf, dass bei einer Übernahme der Trägerschaft durch die Stadt die Integrität seiner Schule unangetastet bleibt: Das „E“ im Namen der „Evangelischen Sozialpädagogischen Ausbildungsstätte“ könnte ja in „Eigenständig“ umgedeutet werden . . .

Die Vielfalt käme der Bildungslandschaft der Stadt zugute. Sollten jedoch die Ausbildungsgänge langfristig in die Regie des städtischen Anne-Frank-Kollegs übergehen, sei mit Reibungsverlusten zu rechnen, meint Göttker: „Ich kann nicht verstehen, warum man Bildung in großen Systemen organisieren will.“ Die Espa habe sich in 60 Jahren eine einzigartige Reputation erworben – denn die Ausbildung in einem sehr persönlichen, christlich geprägten Rahmen fördere die Persönlichkeitsbildung der angehenden Erzieher.

Am Freitag haben Schulleitung sowie Schüler- und Mitarbeitervertretung die schulpolitischen Sprecher der Ratsfraktionen zu einem Informationsgespräch in die Schule eingeladen.

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