Die erste Adam-Riese-Show an neuem Ort
Auch in der Cloud wieder ausverkauft

Münster -

Es war eine Premiere: Adam Riese zelebrierte nach zehn Jahren im Pumpenhaus seine erste Show in der Cloud („Sound Lake City“) am Germania-Campus. Die „Cloud“, witzelte Riese, sei für einen IT-Fachmann wie ihn natürlich der richtige Ort.

Montag, 09.10.2017, 23:28 Uhr aktualisiert: 09.10.2017, 23:30 Uhr
Show auf dem Podest (v.l.): Vittorio Alfieri, Adam Riese, Fritz Eckenga und Klaus Otto Nagorsnik.
Show auf dem Podest (v.l.): Vittorio Alfieri, Adam Riese, Fritz Eckenga und Klaus Otto Nagorsnik. Foto: Thomas Büdenbender

Es war eine Premiere: Adam Riese zelebrierte nach zehn Jahren im Pumpenhaus seine erste Show in der Cloud („Sound Lake City“) am Germania-Campus. Die „Cloud“, witzelte Riese, sei für einen IT-Fachmann wie ihn natürlich der richtige Ort. Doch statt Datenmengen im virtuellen Raum fanden sich Zuschauermengen im analogen Hier und Jetzt; mit 450 Besuchern mehr als doppelt so viele wie früher. Ausverkauft – Riese und sein Team durften einmal mehr zufrieden sein.

Das Ambiente wirkte insgesamt gediegener und schicker, dem güldenen Glitzer-Anzug Rieses insofern gemäß. Das Show-Sofa stand nun auf einem Podest, damit auch die letzte Bank gute Sicht auf die Gäste hat. Und die waren wie üblich gut gewählt: Klaus Otto Nagorsnik, bekannter Bibliothekar der Stadtbücherei und Münsters Quiz-König. Fritz Eckenga, Kabarett-Urgestein aus dem Ruhrpott. Und Vittorio Alfieri, einer der (wenigen) „Wilsberg“-Schauspieler, die noch nicht auf dem Talk-Sofa Platz genommen haben.

Und wer „Ekki Talkötters“ Chef beim Finanzamt nur als TV-Stinkstiefel kannte, konnte Alfieri nun als sympathischen Rheinländer mit italienischen Wurzeln erleben. Seine „Wilsberg“-Rolle mag er sehr: „Man darf sich wie ein Arsch benehmen und bekommt noch Geld dafür!“ Schauspieler hatte Alfieri schon immer werden wollen. Fotos zeugten vom Leben „on the road“ bei einer fahrenden Schauspieltruppe. Die Lehrjahre brachten so manchen Job mit sich, Kellnern inklusive. Was Alfieri noch so gut beherrscht, dass er beim letzten Wilsberg-Promikellnern mit 1200 Euro den Rekord des Kollegen „Overbeck“ Roland Jankowsky brach.

Rekorde liegen Klaus Otto („K.O.“) Nagorsnik ebenfalls. Zum Beispiel ist der Fakten-Guru Europameister in „Stadt, Land, Fluss“. Fernseh-erprobt ist der Mann, der selber seit Jahrzehnten keinen Fernseher hat, ohnehin. Die Quiz-Sendung „Gefragt - Gejagt“ holte ihn in ihr Team. Dort hat er auch schon gesungen. In der Show sang die junge Soul-Sängerin Shubangi Power-Songs auf Deutsch; mit Markus Paßlicks „Original Pumpernickeln“ und am Ende mit dem ganzen Saal.

„In Bochum geboren, in Dortmund zur Welt gekommen“, sagt Kabarettist Eckenga über sich. Das sagt alles. Und wenn er die Schöpfung Westfalens als Produkt göttlicher Aufschieberitis bedichtet, glaubt man es doppelt. „Heut’ mach ich mir keine Sorgen. Und Westfalen mach’ ich morgen“, sprach der Herr. Ein Quiz musste es natürlich auch geben: „Skulptur oder nicht?“ fragte Riese im Hinblick auf den just vergangenen Skulpturen-Sommer. Dass Eckenga die apokalyptischen Schutthaufen, die Pierre Huyghe in der Eissporthalle auftürmte, für das Preußenstadion hielt, war der Lacher des Abends!

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