Sparkasse Münsterland Ost
Mehr Selbstbedienung und höhere Gebühren

Münster -

Die Sparkasse Münsterland Ost ändert ihre Öffnungszeiten, schließt samstags ihre City-Filiale mitten in Münster und dreht kräftig an ihrer Gebührenschraube.

Dienstag, 10.10.2017, 15:26 Uhr aktualisiert: 10.10.2017, 21:23 Uhr
 
Die City-Filiale der Sparkasse an der Rothenburg wird ab 1. November jeweils am Mittwoch nachmittags und am Samstag schließen. Foto: Oliver Werner

Betroffen von den geplanten Gebührenerhöhungen sind Privat- und Geschäftskonten gleichermaßen. Abgeschafft werden soll auch das bisher kostenfreie Online-Konto, das demnächst mit 2,95 Euro monatlich zu Buche schlägt.

Bereits ab 1. Dezember wirken sich zunächst die geplanten Gebührenerhöhungen der Sparkasse auf die Geschäftskonten aus. Ein Hinweis fand sich dafür jetzt auf den Kontoauszügen. Die neuen Konditionen für Gewerbetreibende sehen beispielsweise eine Erhöhung des monatlichen Grundpreises für ein Geschäftsgirokonto von bisher 7,90 auf künftig 9,90 Euro vor.

Grundpreis steigt um mehr als einen Euro

Einheitlich für alle Konten verlangt das Geldinstitut demnächst für die Bereitstellung einer Sparkassenkarte eine Jahresgebühr von zwölf statt bisher fünf Euro. Selbst für Überweisungen an den ohnehin oft überlasteten Terminals innerhalb der Bank zieht die Sparkasse ihren Preis von bisher 25 Cent auf künftig 35 Cent an. Bemerkbar macht sich die Kostensteigerung beispielsweise bei den Konto-Varianten Giro Basis und Giro Komfort für Privatkunden. Nach Angaben der Bank steigt der monatliche Grundpreis zum 1. Januar 2018 um je 1,05 Euro auf dann 4,95 Euro beziehungsweise 8,95 Euro.

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Ausbau der Selbstbedienung

Mit dem Ausbau der Bargeld-Selbstbedienungsangebote kostet der Schalter-Service bei Ein- und Auszahlungen, von Mitarbeitern der Sparkasse manuell gebucht, ab dem 1. April 2018 jeweils einen Euro, heißt es. Ausgenommen davon sollen unter anderem Transaktionen auf Sparbücher bleiben.

Weil ihre Kunden ihre Finanzen heute unabhängig von Zeit und Ort erledigten, betont die Bank, sei die Frequenz in den Filialen geringer geworden. Das habe zur Folge, dass die Beratungscenter und Filialen der Sparkasse ab 1. November jeweils am Mittwoch nachmittags schließen. Das Beratungscenter an der Rothenburg bleibt – bis auf die Automatenzone – künftig samstags zu.

Kommentar: Schlechte Nachrichten

Die Gebührenerhöhung der Sparkasse stößt unangenehm auf. Erst werden viele Kunden zum kostenlosen Online-Banking getrieben, jetzt winkt das Kreditinstitut auch hier mit einer Grundgebühr. Ein falsches Signal ist auch die Schließung der City-Filiale am Samstag. Alle Geschäfte in den Arkaden werden verdonnert, ihre Läden bis 20 Uhr zu öffnen, um Service zu bieten. Nur auf der Sparkassenfläche bleibt es künftig am stark frequentierten Samstag dunkel. Die Sparkasse mit ihrem öffentlichen Auftrag setzt ein falsches Zeichen. Wer Geld verdienen möchte, muss auch Service anbieten.

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