FMO-Zöllnern geht 73-jähriger Schmuggler ins Netz
Goldmünzen für fast 100 000 Euro im Gepäck

Münster -

Ein nicht alltäglicher Aufgriff gelang jetzt zwei Zöllnern von der Kontrolleinheit Flughafen Reise (KEFR) am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO). Ein 73-Jähriger hatte Goldmünzen für anmeldepflichtige 100 000 Euro im Gepäck.

Mittwoch, 18.10.2017, 16:15 Uhr aktualisiert: 19.10.2017, 09:13 Uhr
Den geschulten Augen der Zöllner zeigte bereits das Röntgenbild Auffälliges in dem Koffer.
Den geschulten Augen der Zöllner zeigte bereits das Röntgenbild Auffälliges in dem Koffer. Foto: Hauptzollamt Münster

Dem Mann aus dem Kreis Warendorf war auf seinem Flug von Kanada nach Münster/Osnabrück der Koffer verloren gegangen  des Hauptzollamts Münster. Bei der Gepäckermittlung gab er eine Zollanmeldung ab, in der er angab, keine anmeldepflichtigen Waren im Gepäck zu haben.

Nachdem bei der Kontrolle des Koffers bereits das Röntgenbild für die geschulten Augen der beiden Zöllner ersichtliche Auffälligkeiten zeigte, unterzogen sie das Gepäckstück einer Intensivkontrolle. Dabei entdeckten sie zunächst zwei Kameraobjektive mit einem Warenwert von knapp 2000 Euro. Da bei Flugreisen aus Nicht-EU-Staaten lediglich Waren mit einem Gesamtwert von 430 Euro steuer- und zollfrei nach Deutschland eingeführt werden dürfen, leiteten die Beamten ein Steuerstrafverfahren gegen den Mann ein, heißt es weiter.

Anschließend fanden die Zöllner in verschiedenen Verstecken wie in einer Objektivklappe und im Kulturbeutel des Mannes insgesamt 74 Krügerrand-Goldmünzen der Jahrgänge 1974 bis 1976 mit einem Gesamtwert von knapp 100 000 Euro. Da diese Goldmünzen als Anlagegold Zahlungsmitteln gleichgestellt sind, gilt bei Flugreisen aus Drittländern ab einer Wertgrenze von 10 000 Euro die Anmeldepflicht beim Zoll. Weil der Mann dies versäumt hatte, war ein Bußgeldverfahren wegen Nichtanmeldung von Barmitteln die Folge.

Als der Reisende am Folgetag am Flughafen erschien um sein Gepäck abzuholen, wurde er von Beamten des Hauptzollamtes Münster und des Zollfahndungsamtes Essen bereits erwartet. Die Goldmünzen und die Kamera-Objektive stellte der Zoll sicher und vernahm den Beschuldigten. Im Anschluss daran durfte der Reisende seinen Koffer mitnehmen.

Die weitere Bearbeitung des Verfahrens wegen der Nichtanmeldung der Goldmünzen übernimmt das Zollfahndungsamt Essen, die Bearbeitung des Steuerstrafverfahrens erfolgt durch die Strafsachenstelle des Hauptzollamtes Münster.

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