Neubauprojekte der Alexianer
Ambulante Pflege in neuen Zentren

Münster -

Die Alexianer realisieren bis 2019 für 14,5 Millionen Euro zwei Projekte für die ambulante Intensivpflege und eine Wohngemeinschaft für junge Menschen mit Behinderungen in St. Mauritz und Amelsbüren.

Mittwoch, 18.10.2017, 21:00 Uhr
Vor den Ruine des alten Margareta-Pfarrhaus stellten (v.l.) Stephan Dransfeld, Anke Flender, Bernhard Sandbothe und Thomas Olschewski (alle Alexiander) am Mittwoch die Pläne für zwei neue Bauprojekte in St. Mauritz und Amelsbüren vor.
Vor den Ruine des alten Margareta-Pfarrhaus stellten (v.l.) Stephan Dransfeld, Anke Flender, Bernhard Sandbothe und Thomas Olschewski (alle Alexiander) am Mittwoch die Pläne für zwei neue Bauprojekte in St. Mauritz und Amelsbüren vor. Foto: hpe

Seit Mittwoch ist es im wahrsten Sinne des Wortes offensichtlich: Der Bagger ist im Mauritzviertel angerückt und zerlegt das ehemalige Pfarrbüro an der Margareta-Kirche am Hegerskamp. Die Alexianer errichten dort ab März 2018 ein Haus für 24 jüngere Pflegebedürftige. Das ambulant betreute Wohnprojekt richtet sich an chronisch kranke und körperbehinderte Menschen zwischen 18 und 60 Jahren, die in dem zweigeschossigen Gebäude mit Appartements von den Alexianern betreut werden.

Mit dem Projekt soll auch die karitativ-soziale Quartiersentwicklung im Umkreis der Kirche nach vorn gebracht werden. Die Kirchengemeinde Sankt Mauritz wird im knapp vier Millionen Euro teuren „Haus Margareta“ wieder ein Pfarrbüro, einen ökumenischen Sozialtreff Münster-Ost und einen Ort der Begegnung für Senioren für Mauritz-Ost integrieren. Hausleiterin wird Anke Flender, die sich auf ein Gebäude „mit hoher Wohnqualität in lichtdurchfluteten Räumen“ freut.

„Im Osten Münsters entsteht ein Stützpunkt für die mobile Pflege im Stadtteil“, so Alexianer-Regionalgeschäftsführer Stephan Dransfeld. Im Frühjahr 2019 sollen die ersten Bewohner einziehen. Ein ähnliches Projekt ist bereits mit Erfolg in Wolbeck mit dem Achatiushaus realisiert worden. „Wir haben das Projekt mit der Kirchengemeinde entwickelt. Von der Idee bis zum ersten Spatenstich gingen zehn Jahre ins Land“, so der Leiter des Achatiushauses, Bernhard Sandbothe.

Das zweite Neubauprojekt auf dem Alexianer-Campus in Amelsbüren startet im Frühjahr 2018, dort realisieren die Alexianer mit dem „Haus Augustinus“ ein dreigeschossiges und 10,6 Millionen Euro teures Zentrum für die ambulante Intensivpflege von bis zu 48 Patienten aus dem Clemenshospital und den Uni-Kliniken. Es geht beispielsweise um Menschen, die ständig beatmet werden müssen oder im Wachkoma liegen. 2019 ist die Einweihung.

Um die Häuser betreiben zu können, benötigen die Alexianer rund 100 Gesundheits- und Krankenpfleger, Altenpfleger und Hauswirtschafter. Parallel zum Baubeginn startet der Krankenhausträger deshalb die Kampagne „Wir suchen die 100!“ Dransfeld: „Wir brauchen Menschen, die ihre Ideen und Erfahrungen einbringen. Sie sollen zwei Einrichtungen der ambulanten Hilfe aufbauen und prägen.“

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