Informationsveranstaltung des Brustzentrums Münsterland
Brust-OP: Angelina Jolie wurde zum Vorbild

Münster -

Angelina Jolie hat es getan: Sie ließ sich wegen stark erhöhten genetischen Risikos die Brüste entfernen. Seitdem ist das Thema in der öffentlichen Diskussion. Auch während einer Informationsveranstaltung des Brustzentrums Münsterland im Clemenshospital.

Freitag, 27.10.2017, 16:30 Uhr aktualisiert: 27.10.2017, 18:20 Uhr
Dr. Massud Mamarvar (l.) und Dr. Rüdiger Langenberg (v.l.) während des Brustkrebstags 2017 im Clemenshospital
Dr. Massud Mamarvar (l.) und Dr. Rüdiger Langenberg während des Brustkrebstags 2017 im Clemenshospital Foto: Clemenshospital

Erst die Diagnose, dann die belastende Behandlung und danach die Ungewissheit, ob die Erkrankung eventuell wieder aufflammt: Die Zeit während und nach einer Brustkrebserkrankung ist für viele Frauen von Ängsten und Sorgen geprägt.

Irgendwann kommt jedoch für viele Betroffene, bei denen die Brust operativ entfernt werden musste, die Frage nach einer Wiederherstellung. „Operationen zur Wiederherstellung der weiblichen Brust sind anspruchsvolle Eingriffe, für die der Chirurg viel Erfahrung benötigt und die zwischen drei und sechs Stunden dauern können“, erklärt der Chefarzt der Frauenklinik des Clemenshospitals, Dr. Rüdiger Langenberg.

Während einer Informationsveranstaltung des Brustzentrums Münsterland sprach Chefarzt Dr. Massud Mamarvar von der Klinik Bassum über das Thema „Brustrekonstruktion bei Patientinnen nach Brustkrebs“. Als Grundvoraussetzung für einen solchen Eingriff ist laut Pressemitteilung zunächst die vollständige Beendigung der Krebsbehandlung, „Warten ist nie ein Fehler“, wie der Experte anmerkt. Dann folgen zwei Eingriffe, zunächst der Wiederaufbau des Volumens und später das Angleichen der rekonstruierten Brust an die andere.

Nach dem Eingriff sollten sich die Patientinnen zunächst schonen, nach sechs bis acht Wochen kann aber zum Beispiel wieder Sport getrieben werden.

Spätestens seit Prominente wie Angelina Jolie sich die Brüste haben entfernen lassen, weil sie genetisch ein stark erhöhtes Risiko für Brustkrebs haben, wird diese Form der vorbeugenden Brustoperation auch öffentlich diskutiert. Dr. Rüdiger Langenberg gibt hierbei zu bedenken, dass das Drüsengewebe nie vollständig entfernt werden kann.

Das Brustzentrum Münsterland ist Kooperationspartner in der „Münsteraner Allianz gegen Krebs (MAgKs)“, einem Zusammenschluss der Tumorzentren von Clemenshospital, Raphaelsklinik und Fachklinik Hornheide.

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