„Queerstreifen“ präsentieren Independent-Filme aus aller Welt
Großes Kino und viele Dokumentationen

Münster -

Die 19. Queerstreifen finden vom 2. bis 5. November im Cinema statt. Das Festival zeigt neue schwule, lesbische und queere Independent-Filme aus allen Teilen der Welt.

Freitag, 27.10.2017, 23:12 Uhr aktualisiert: 29.10.2017, 16:44 Uhr
Pedro Almodóvar hielt in Cannes eine flammende Rede für „120 BPM“. Mit dem Film wird das Queerstreifen-Festival eröffnet.
Pedro Almodóvar hielt in Cannes eine flammende Rede für „120 BPM“. Mit dem Film wird das Queerstreifen-Festival eröffnet. Foto: Cinema

Die Organisatoren präsentieren als Eröffnungsfilm ein reifes Meisterwerk: „120 BPM“. Der schwule Kultregisseur Pedro Almodóvar (Jurypräsident des Cannes-Festivals 2017) hielt eine flammende Rede, wie sehr ihn Robin Campillos Aids-Drama berührt habe. Wenn es nach dem berühmten Spanier gegangen wäre, hätte er seinem französischen Kollegen die Goldene Palme verliehen. Das Melodram gewann an der Croisette schließlich „nur“ den Großen Preis der Jury.

Almodóvar war auch ein enger Freund der großen lesbischen Sängerin Chavela Vargas. Er verwendete ihre Songs für die Soundtracks seiner Filme und verhalf ihr dadurch in den 90er Jahren zu einem glorreichen Comeback. Der Dokumentarfilm „Chavela“ präsentiert Vargas als begnadete Interpretin mexikanischer Rancheras, als wilde Partykönigin und als heimliche Geliebte von Frida Kahlo.

Sieben Dokumentarfilme bilden einen Schwerpunkt des Festivals. Sie beleuchten das Leben so unterschiedlicher Persönlichkeiten wie des Jazzpianisten Fred Hersch, des „Stadtgeschichten“-Autors Armistead Maupin und der „Street Queen“ Marsha P. Johnson. Abseits der USA streifen weitere Dokumentationen das Schicksal der queeren Opfer der spanischen Bürgerkriegs, der LGBTI-Flüchtlinge in Deutschland und einer lesbischen Religionslehrerin aus Regensburg.

Aber auch die großen Kinomomente kommen nicht zu kurz: In „God’s Own Country“ treffen in der unwirtlich schönen Landschaft von Yorkshire ein junger Schafzüchter und ein rumänischer Wanderarbeiter aufeinander – die große romantische Liebesgeschichte à la „Brokeback Mountain“ kann beginnen. Leichte Töne schlägt die französische Komödie „Embrasse-moi!“ an, die einen amüsanten Liebesreigen rund um die charmante Océanerosemarie spinnt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Eine musikalische Eröffnung (diesmal mit der Berliner Rapperin Lady Lazy), ein Sektempfang, ein Kinder- und Familienprogramm sowie eine Kurzfilmrolle runden das Programm ab.

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Die Eröffnung ist am Donnerstag (2. November) um 19 Uhr im Cinema, Warendorfer Straße 45. Eintritt frei.  | www.queerstreifen.de

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