Schwestern von der Göttlichen Vorsehung feiern 175-jähriges Bestehen
Bunte Zukunft eines Ordens

Münster -

Ordensschwestern aus vier Kontinenten treffen sich dieser Tage im Gründungsort Münster. Dabei geht es auch um die zukünftige Ausrichtung des Ordens.

Montag, 30.10.2017, 09:00 Uhr
Die deutschen Schwestern durften anlässlich der Festivitäten auch internationale Vertreterinnen ihres Ordens begrüßen, unter anderem aus Indonesien. Weltweit hat der Orden 948 Schwestern, vor 50 Jahren waren es fast vier Mal so viele, Die größte der neun Provinzen ist Deutschland.
Die deutschen Schwestern durften anlässlich der Festivitäten auch internationale Vertreterinnen ihres Ordens begrüßen, unter anderem aus Indonesien. Weltweit hat der Orden 948 Schwestern, vor 50 Jahren waren es fast vier Mal so viele. Die größte der neun Provinzen ist die deutsche.. Foto: Matthias Ahlke

Wer sich am Sonntag in der Friedrichsburg umguckt, der sieht nur beseelte Gesichter. „Wir entdecken in diesen Tagen den Schatz der Internationalität wieder“, sagt Provinzoberin Schwester Paula. Ihr Orden, 1842 von Priester Eduard Michelis in Münster gegründet, feiert in diesen Tagen sein 175-jähriges Bestehen.

Mit einem Lächeln auf den Lippen kommt auch Schwester Marian aus dem Gottesdienst. Die Generaloberin des Ordens hatte nur einen kurzen Weg in die Friedrichsburg. Als Teil des Generalrats der Vorsehungsschwestern hat sie ihren Sitz an der Neubrückenstraße in Münster.

Andere hatten es weiter. Zu den Feierlichkeiten sind Schwestern aus Indonesien, verschiedenen Teilen Südamerikas sowie dem afrikanischen Malawi gekommen. Nur die knapp 30 Ordensvertreterinnen aus den Niederlanden haben es nicht geschafft. Die, so Schwester Marian, seien schlichtweg zu alt, um zu reisen.

Die Generaloberin ist klein, trägt keine Nonnentracht – auf den ersten Blick würde sie wohl nicht aus der Masse herausstechen. Im Gespräch aber wird schnell klar: Die 70-Jährige ist ungeheuer charismatisch. Sie erzählt, wie sie früher in ihrem Heimatland für mehr Gerechtigkeit auf die Straße gegangen ist. Das Feuer von damals, es hat sie nie verlassen.

Auch heute noch will sie sich, so ist es seit jeher Tradition ihres Ordens, für die Schwachen einsetzen. „Vor allem gegen Menschenhandel kämpfen wir“, sagt Schwester Marian und beschreibt mit knappen Worten, wie man es in ihrem Heimatland Brasilien beo­bachten könne, dass Mädchen am Strand verkauft würden. Ein einziges Mal in dem Gespräch ist ein kurzer Anflug von Ärger in ihrem Gesicht zu sehen. Dann lächelt die Generaloberin wieder voller Herzlichkeit.

175 Jahre Schwestern der Göttlichen Vorsehung

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  • Die Schwestern der Göttlichen Vorsehung feierten das 175-jährige Bestehen ihres Ordens und bekamen dabei Besuch von Nonnen aus der ganzen Welt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Schwestern der Göttlichen Vorsehung feierten das 175-jährige Bestehen ihres Ordens und bekamen dabei Besuch von Nonnen aus der ganzen Welt.

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    Foto: Matthias Ahlke
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    Foto: Matthias Ahlke
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Sie schwärmt von der Solidarität in Deutschland, „für mich die größte weltweit“, lobt und zitiert Papst Franziskus. Doch abseits des gelungenen Auftakts der Feierlichkeiten, die in Münster noch bis zum 3. November andauern, hat Schwester Marian die Probleme ihres Ordens im Blick. In den Niederlanden, aber auch in Deutschland seien die Schwestern mittlerweile sehr alt, neue Anwärterinnen gebe es nicht. „Wir brauchen daher neue Modelle“, sagt sie. Kürzlich etwa habe sie die Clemensschwestern gefragt: „Woher kommen eure Neuen? Man hat mir geantwortet: Die kommen nicht, wir gehen hin.“

Diesen Weg erhofft sich Schwester Marian auch für ihren Orden. In Afrika und Indonesien klappe das bereits. Dort wachse man, die Altersstruktur sei bedeutend jünger als in Europa. Das, so die Generaloberin, sei vielleicht die emotionalste Erkenntnis der Feierlichkeiten. „Die Schwestern hier sehen durch ihre Gäste, dass wir eine Zukunft haben.“

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