Vorbereitung auf Halloween
Hexen und Zombies auf den Straßen

Münster -

Die Münsteraner bereiten sich auf Halloween vor. Im Trend sind „halbe Zombie-Gesichter“, die recht preisgünstig mit Schminke aufgetragen werden können.

Montag, 30.10.2017, 07:00 Uhr aktualisiert: 30.10.2017, 12:05 Uhr
Mit Zubehör wie der Totenkopfspinne kann die Halloween-Verkleidung leicht aufgepeppt werden. Wer auf Gummimasken steht, sollte lieber draußen feiern. Unter der Haube wird es ziemlich schnell tierisch warm.
Mit Zubehör wie der Totenkopfspinne kann die Halloween-Verkleidung leicht aufgepeppt werden. Wer auf Gummimasken steht, sollte lieber draußen feiern. Unter der Haube wird es ziemlich schnell tierisch warm. Foto: hpe

Der Abend vor Allerheiligen ist im Luther-Jahr ein Feiertag, trotzdem finden die Halloween-Partys und damit auch das organisierte Erschrecken uneingeschränkt statt. Der Run auf möglichst gruselige Kostüme hat längst eingesetzt, und wer jetzt noch als fesches Monster anderen Geistern auf der Feier die Schau stehlen möchte, muss sich beeilen. Oder kreativ sein.

Werwolf und Glaspuppe laufen besonders gut

„Werwolf bei den Männern, Glaspuppe bei den Frauen laufen besonders gut“, sagt Sabine Feldmann von „Fahnen und Spiele Brinckmann“. 2016 sorgten so genannte Gruselclowns für Angst und Schrecken, vielleicht auch deshalb ist diese Maskierung „vollkommen out“, so Feldmann. „Als Clown will keiner mehr gehen. Schon deshalb nicht, weil man nicht mit wirklichen Bösewichten verwechselt werden möchte“, sagt die Geschäftsinhaberin.

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Auch bei der Polizei gibt es bislang keinerlei Meldungen über Zeitgenossen, die in der Dunkelheit als Horrorclown Passanten belästigt haben. Sprecher Andreas Bode: „Hoffentlich bleibt das so!“

"Günstige Schminke statt teuren Kostümen"

Im Trend sind „halbe Zombie-Gesichter“, die recht preisgünstig mit Schminke aufgetragen werden können. „Man braucht etwas Zeit, aber dann sieht man auch ziemlich besonders aus“, meint Feldmann. Latexmilch, ein Brei aus Haferflocken oder gebröseltes Paniermehl werden schichtweise auf die Gesichtshaut aufgetragen. Sind alle Unterlagen für die Narbe getrocknet, kommt dunkelrote Farbe drauf. „Das nötige Zubehör ist preiswert. Wer etwas kreativ ist, kann sich so ein ganz individuelles Outfit für Halloween zulegen“, erklärt die Expertin in Sachen Horrorverkleidung. „Und junge Leute bevorzugen ohnehin günstige Schminke statt teurer Kostüme“, so Sabine Feldmann

Hier feiert Münster Halloween

Wer auf den letzten Drücke noch bestialisch wirken will, bekommt im Fachhandel und den Kaufhäusern noch genügend Zubehör von der bei Dunkelheit sanft leuchtenden Spinnenstrumpfhose bis hin zur blutverschmierten Metzgerschürze. Und „Vampir geht immer“: Feldmann: „Haare schwarz einfärben, einen Umhang, Plastikgebiss mit scharfen Zähnen und fertig ist der Vamp“, meint sie.

"Vampir geht immer"

Zombie-Gummimasken sind besser geeignet für alle, die im Freien für Schrecken sorgen wollen. „Nach ein paar Minuten schwitzt man fürchterlich, nichts für lange Partyabende im Wohnzimmer“, so Feldmann.

Bei Steffi Kaiser-Mellenthin im „Karnevalswierts“ im Zentrum Nord sind Skelettkutten mit Haube, Sensenschwert und das Kostüm „Der Schrei“ angesagt. Bei den Hexenkleidern sind üppge Formate mit Reifrock, Glitzereffekten und LED-Blinkies gefragt. Masken sind auch nach ihrer Beobachtung kaum noch gefragt.

Wer noch schreckliches Zubehör braucht, kriegt sechs Fledermäuse aus Gummi für 2,75 Euro oder die „Spinne haarig 50 x 70 cm“ für 5,75 Euro. Angesagt mit entsprechend blutiger Gesichtsbemalung ist auch der Haarreif „Säge durch Kopf“ oder ein blutiger Baseballschläger.

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