Park-and-Ride-Angebot
Im Fünf-Minuten-Takt zum Aegidiimarkt

Münster -

An den vier Adventssamstagen und vor Silvester soll es in Münster ein neues Park-and-ride-Angebot geben. Das soll Entlastung in der Innenstadt schaffen.

Samstag, 11.11.2017, 11:00 Uhr aktualisiert: 11.11.2017, 11:07 Uhr
Vom Uni-Parkhaus am Coesfelder Kreuz soll das neue Park-and-ride-Angebot ausgehen.
Vom Uni-Parkhaus am Coesfelder Kreuz soll das neue Park-and-ride-Angebot ausgehen. Foto: Oliver Werner

Um den Parkdruck in der Innenstadt an den besucherstarken Adventssamstagen abzumildern, setzen Stadt und Handel auf ein neues Park-and-ride-Angebot. Die zentrale Rolle als Knotenpunkt nimmt dabei das im vergangenen Jahr eröffnete Parkhaus der Universität am Coesfelder Kreuz ein.

Weil die gut 1000 Plätze samstags von der Uni nicht gebraucht werden, wird das Parkhaus angemietet, um von dort einen Bus-Service direkt in die Innenstadt anzubieten. Dieser soll insbesondere auswärtige Besucher dazu verleiten, am verkehrstechnisch gut erreichbaren Parkhaus am Ring umzusteigen. Mithilfe der bestehenden Linien und zusätzlicher Shuttle-Busse soll es von dort aus in einem Fünf-Minuten-Takt in Richtung Aegidiimarkt gehen.

„Park and ride“ am Coesfelder Kreuz

An den vier Adventssamstagen sowie am 30. Dezember soll „Park and ride“ am Coesfelder Kreuz angeboten werden. Mit einem attraktiven Kombiticket für Parken und City-Transfer soll ein zusätzlicher Anreiz geschaffen werden.

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Wie am Rande des IHK-Verkehrsforums zu hören war, wollen die Initiative Starke Innenstadt, Stadt Münster und Stadtwerke das neue Angebot in den nächsten Tagen offiziell vorstellen.

Pilot-Projekt

Verkehrsexperten von Stadt und Stadtwerken dient dieses zugleich als Pilot-Projekt, wie es heißt. Sollte der Park-and-ride-Versuch nämlich erfolgreich angenommen werden, wird über einen Ausbau des Systems, wie man es gut funktionierend etwa aus dem niederländischen Enschede kennt, nachgedacht. Andere Standorte an den münsterischen Einfallstraßen könnten dann ebenfalls für das Angebot infrage kommen.

Hintergrund all dieser Bemühungen ist der Versuch, dem steigenden Verkehrsaufkommen in der noch weiter wachsenden Stadt Münster wirksam zu begegnen. 

Kommentar: Gegen den Verkehrsinfarkt

So viel steht fest: Münsters Verkehrsprobleme lassen sich nicht mit einem Federstreich und schon gar nicht auf die Schnelle lösen. Es braucht ganz unterschiedliche Bausteine, damit die weiter wachsende Stadt mobil bleiben kann. Denn Stillstand auf den Straßen wird zum Bremsklotz für ein lebendiges, urbanes Oberzentrum – und frustet Wirtschaft, Bewohner und Besucher gleichermaßen. 

Insofern ist der Versuch, mit einem neuen Park-and-ride-Angebot an den Adventssamstagen und vor Silvester Entlastung für die dann regelmäßig überlastete Innenstadt zu schaffen, ein richtiger Schritt. Für manchen mag das Konzept nach altem Wein in neuen Schläuchen klingen. Doch angesichts der münsterischen Verkehrsprobleme – gepaart mit der hohen Attraktivität der Innenstadt – darf nichts unversucht bleiben.

Und wenn das Angebot an dem gut erreichbaren Parkhaus am Coesfelder Kreuz zündet, könnte das vielleicht auch an anderen Stellen in der Stadt Schule machen. Ausprobieren schadet eben nicht!  Dirk Anger

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