Haushaltsberatungen
Bezirksvertretung Münster-Mitte fordert „mehr Geld für Spielplätze“

Münster -

Die unterste politische Ebene kennt die Nöte vor Ort. Deshalb fordert die Bezirksvertretung Münster-Mitte jetzt mehr Geld für die Spielplatz-Sanierung.

Mittwoch, 15.11.2017, 13:38 Uhr aktualisiert: 15.11.2017, 14:37 Uhr
Mehr Geld für die Spielplatz-Sanierung fordert die Bezirksvertretung Münster-Mitte.
Mehr Geld für die Spielplatz-Sanierung fordert die Bezirksvertretung Münster-Mitte. Foto: Matthias Ahlke

Einstimmig! Im wahrsten Sinn des Wortes. Weil sich 13 Bezirksvertreter in der BV Mitte enthalten haben, brachte FDP-Politiker Bernd Mayweg am Dienstag seinen Antrag mit einer einzigen und zwar seiner Stimme durch. Ein politisches Kuriosum, das entsprechend launig aufgenommen wurde.

Dem FDP-Vorschlag zufolge sollen die Budgets aller sechs Bezirksvertretungen in Münster 2018 um 20 Prozent angehoben werden. Dem Grunde nach konnten sich hinter diesem Vorschlag der Liberalen alle Mitglieder der BV Mitte versammeln. Doch ob der Kurzfristigkeit des Antrags entschieden sich die Kommunalpolitiker abgesehen von Mayweg für eine Enthaltung. Jetzt muss der Rat im Rahmen seiner Etatberatungen entscheiden, ob er die unterste kommunalpolitische Ebene finanziell besser ausstatten will.

Dass dieses vonnöten sei, hatte zuvor Bezirksbürgermeister Peter Fischer-Baumeister (Grüne) betont. Mit dem aktuellen Etat der Bezirksvertretung Mitte könnte jeder der in ihrem Bereich liegenden Spielplätze nur alle 20 Jahre saniert werden. „Das ist bei Weitem zu wenig.“ Deshalb forderten die Politiker vereint eine Anhebung der Mittel um 60 000 Euro. Das seien gerade einmal 0,006 Prozent des Gesamthaushaltes der Stadt.

Für Diskussionen sorgte unterdessen das Ansinnen von SPD-Bezirksvertreterin Marita Otte, die für den Umbau der Aegidiistraße zur Fahrradstraße in den nächsten Jahren 800 000 Euro im städtischen Haushalt eingestellt sehen wollte. Schließlich fand selbst der Antrag, zumindest Planungskosten einzustellen, unter Verweis auf die künftige Ausweisung einer Tempo-30-Zone im Rahmen des Lärmaktionsplans keine Mehrheit.

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